Was Sie wissen sollten

 

 

 

 17 Windkraftanlagen in und um Engelsbrand 
Übertreibung oder Realität ?



17 Windkraftanlagen auf der Enz-Nagoldplatte sind realistisch und teilweise schon in der Projektierung.

Der Teilflächennutzungsplan (in Arbeit) sagt darüber:

Potentialfläche 1: Heuberg: Maximal 4 Anlagen
Potentialfläche 2: Hirschgarten: Maximal 8 Anlagen
Potentialfläche 3: Sauberg: Maximal 5 Anlagen
Potentialfläche 4: Sägkopf: Maximal 1 Anlage 
(aus versch. Gründen wurde das Gebiet Sägkopf ausgemustert)

In der Summe sind dies also 17 Anlagen die gebaut werden können! Keine Polemik sondern Tatsachen, die i.d.R auch von Windradprojektierern ausgenutzt werden !
(siehe Juwi Statements unten)

Weitere Erklärungen:

Eine Veranstaltung des Ortschaftsrates Waldrennach zum Thema Windenergie am 12.März 2014 hat allen in Erinnerung gerufen, über welche Auswirkungen der geplanten Windkraftanlagen wir im Moment eigentlich in Engelsbrand, aber auch in Waldrennach und Langenbrand/Schömberg reden. 

Vielen Bürgern auf der Enz - Nagoldplatte sind die wahren Dimensionen nicht vor Augen, weil jede Gemeinde sein Windkraftthema für sich isoliert betrachtet und bearbeitet.

Im Moment reden wir von 3 Windkraftanlagen die u.U in Engelsband auf dem Sauberg gebaut werden sollen. 
Die wahre Dimension für die gesamte Enz - Nagold Platte ist aber viel gravierender:

Es können bis zu 17 (in Worten: SIEBZEHN) Windräder mit ca. 200 mtr. Anlagenhöhe gebaut werden! (laut einem Sprecher der Fa. Juwi am 12.März 2014 in Waldrennach bzw. laut Neufassung Flächennutzungsplan, siehe Quellenangabe) 

>> Wie sagte es der Juwi Mitarbeiter in Waldrennach: <<

“Juwi als Projektierer ist da nicht Schuld, Schuld ist die Politik und deren Fehler, die wir Bürger nun mal ausbaden müssen.”

>> Der Juwi Sprecher weiter: <<

“ Wenn 17 Anlage theoretisch gebaut werden können wird man diese 17 Anlagen auch projektieren, schliesslich geht es bei Juwi um eine rein wirtschaftliche Sichtweise der Dinge. Die Politik müssen andere verändern” 
(ca. 150 Menschen haben dieses Statement auf der Veranstaltung in Waldrennach gehört! Spätere Dementis von Juwi, u.a in Büchenbronn, sind schlichtweg falsch und entsprechen nicht der Wahrheit)

Durch einen Kooperationsvertrag zwischen der Stadtwerke Rastatt-Tochter Prowind (die im Besitz der Mehrheit des Langenbrander Windrades sind) und der Fa. Juwi am 4.4.2014 ist ein erster Teil des Szenarios wahr geworden. 
Dadurch wird das Dementi von Juwi jetzt schon ad absurdum geführt!

Da in Waldrennach darüber hinaus über “Paragraph 35” gebaut werden kann (dieser Paragraph erlaubt auch ohne Teilflächennutzungsplan, am Bürgerwillen vorbei, die Errichtung von Windrädern über den Weg der "Priorisierung") und diese Anlagen hauptsächlich auf Staatsforstgebiet stehen sollen, ist auch dies ein realistisches, wahres Szenario!

> Quelle der Angaben: < 
sämtliche Zahlen stammen aus dem
Flächennutzungsplan-Neufassung mit Teil-Flächennutzungsplan „Windenergie“der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Neuenbürg - Engelsbrand, der zur Zeit auf Eis liegt. 

20130308_BG_FNP_Neuenbuerg_Engelsbrand_O
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Specht_EEG-Reform_08.05.14.pdf
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Wissen Sie dass:

  • Eine wahrscheinliche Gesundheitsgefährdung der Bürger durch Infraschall und Lärm extrem hoch ist

Die DIN45680 „Messung und Bewertung tieffrequenter Geräuschimmissionen in der Nachbarschaft“ gegenwärtig vom Umweltbundesamt für Mensch und Natur überabeitet wird. Dies hat seinen guten Grund. Tieffrequente Geräuschimmissionen sind wohl doch nicht so harmlos wie uns durch Juwi und die Energiegenossenschaft suggeriert wurde. Ergebnisse werden in 2014 erwartet.

Windkraftanlagen dürfen nach TA-Lärm in reinen Wohngebieten lediglich in der Nacht mit durchschnittlich 35dB betrieben werden. Jedoch sind es am Tag 50dB und in Spitzenzeiten in der Nacht 55dB und am Tag 80dB...und das liegt im Gefährdungsbereiches des Gehörs.

 

  • Der Mindestabstand von riesigen Windenergieanlagen überall diskutiert und angepasst wird

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt einen Abstand von Windkraftanlagen zur nächsten Wohnbebauung von 2000m. In vielen Ländern (USA, Australien) werden diese Abstände eingehalten, in manchen Ländern wie England sogar gesetzlich vorgeschrieben übertroffen (3000m). Die Bundesrepublik Deutschland und ihre einzelnen Landesregierungen haben ihre eigenen Abstandswerte festgesetzt, die je nach Bundesland erheblich variieren. Bayern und Sachsen setzen sich im Bundesrat für einen größeren Abstand zwischen Windrädern und Wohngebieten ein. In Abhängigkeit von der Höhe der geplanten Windräder soll der Abstand zur Wohnbebauung das 10-fache betragen. Für Engelsbrand würde dies einen Abstand von ca. 2000 m bedeuten. Momentan könnte in Engelsbrand lt. Flächennutzungsplan bis zu 700m an Wohngebiete heran gebaut werden.

 

  • Der Gemeinderat bereits beschlossene Gestattungsverträge erstellt hat, deren Unterzeichnung kurz bevor stand. Dies nicht einmal 4 Monate nach Beginn der Windmessung und ohne vorliegende, teilweise noch nicht einmal beauftragte Gutachten.

Nach dem Bürgerentscheid wurde suggeriert, dass es nun Aufgabe und Verpflichtung sei, für mindestens 12-18 Monate Windmessungen vorzunehmen und Gutachten einzuholen um darauf basierend zu bewerten inwieweit ein ökologischer und ökonomischer Bau von Windenergieanlagen am Sauberg möglich ist. Auf Anfragen zu den bisherigen Ergebnissen der Windmessung und der beauftragten und noch zu beauftragenden Gutachten seit über 4 Wochen ist bisher keine Reaktion von Juwi erfolgt.

 

  • Ein Vorstands- und Gründungsmitglied von JUWI wegen Korruption angeklagt wurde

In der Anklage geht es darum, dass Juwi den ehemaligen thüringischen Innenminister über Beraterverträge von 80000€ dafür bezahlt hat, dass er in seiner Funktion als ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt Eisenach und Mitglied der regionalen Planungsversammlung die Interessen von JUWI beim Bau eines geplanten Windparks vertreten sollte.

 

  • Bereits vor dem Bürgerentscheid Kooperationsverträge mit JUWI geschlossen wurde

Mitglieder des Gemeinderates sind gleichzeitig Mitglieder und Vorstand der Energiegenossenschaft und außerdem auch gleichzeitig als Mitglieder des Ausschusses 'Projektgruppe Energie' den Gemeinderat wiederum bei Entscheidungen im Zusammenhang mit dem möglichen Bau eines Windparks beraten. Und darüber hinaus Personen aus demselben Kreis bereits im Mai 2012 (also lange vor dem Bürgerentscheid) Kooperationsverträge mit JUWI geschlossen haben!?!

 

  • Das der größte Windpark der Region in Simmersfeld / Seewald (ca. 900m Höhe!!!, ca. 30km von Engelsbrand) von Beginn an unwirtschaftlich ist

Laufes Lüftchen statt steifer Brise. Seit 2007 14 Windräder in Simmersfeld. Damals als Leuchtturmprojekt gefeiert. Von Beginn an wurden nur 40 – 60% der prognostizierten Werte erwirtschaftet. Peter Henigin, Vorstandschef der für die Mammutanlage zuständigen Altus AG räumt ein, dass der Ertrag bisher unbefriedigend ist und es für die Anlage „bedenklich“ wird, wenn der Trend die nächsten Jahre anhält (Quelle: Stuttgarter Zeitung). Einer profitiert aber sicher, und das ist der Projektierer JUWI.