Es geht um mehr ...

Sie müssen immer 'das Gremium' als Ganzes ansprechen. Sie dürfen nicht einfach in eine Sitzung marschieren und sagen, "He Gemeinderat Soundso, das was Du da gesagt oder gemacht hast, war falsch". Das gilt als unhöflich. Und es widerspricht dem Reglement. Nur für den Fall, dass Sie das mal vorhaben.


Das übergeordnete Reglement ist bei uns die Demokratie. Wir stimmen also über unsere Verhältnisse selbst ab, richtig? Da hab ich mich gefragt, wie war das denn in anderen Systemen, die wir doch alle so sehr ablehnen. Zum Beispiel in dem vor 25 Jahren untergegangenen anderen deutschen Staat.  Da stand 'Demokratie' sogar außen auf der 'Packung' - und die hatten in der Regel 99% Wahlbeteiligung. Was unterscheidet uns also von diesen 'Unrechtssystemen'? Ist es wirklich nur die Demokratie?

Wenn der Gemeinderat 'Soundso' in der Öffentlichkeit sagt: "Die Gesundheit des Einzelnen hat sich dem Gemeinwohl unterzuordnen", wie ist das denn dann zu verstehen? Ich hab es wohl falsch verstanden, denn ich kann mich kaum beruhigen, wenn ich so was höre. Und in meiner Eigenart neige ich dazu, das auch zu sagen - dem Gremium oder jedem Einzelnen. In der letzten Sitzung des Gemeinderats sagte mir der betroffene Gemeinderat dann, er "habe nur die Rechtslage" erläutert. Wie ist denn die Rechtslage?

Das Recht auf Gesundheit ist als Teil der Menschenwürde unveräußerlich. Unser Grundgesetz hat sie in Art. 1 an die Spitze der Verfassung gestellt. Jede Rechtsprechung und staatliche Gewalt hat sich diesem Grundsatz unterzuordnen. Der Bürger darf nicht zum bloßen Objekt staatlichen Handelns werden. Genau dadurch grenzt sich unsere freiheitliche Grundordnung und Rechtsstaatlichkeit von anderen (vorherigen) und totalitären Unrechtssystemen ab. Der Eine, dessen Namen wir heute aus 'politischer Korrektheit' nicht mehr aussprechen, wurde schon in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts in seinen Kampfreden nicht müde zu betonen, dass der Einzelne nichts, und die Gemeinschaft alles ist (Zitat): „Die Interessen des Einzelnen dürfen nicht gegen die Interessen der Volksgemeinschaft verstossen, sondern (…) müssen im Rahmen des Ganzen und zum Nutzen aller verfolgt werden“. „Der Einzelne hat sich der Volksgemeinschaft unterzuordnen!“.

Seit ein paar Wochen esse ich fast nur noch vegetarisch. Gemüse ist gesund und tut richtig gut. Wenn eines Tages 'Die Grünen' vollständig die Macht übernommen haben, dann werden sie uns per Gesetz vorschreiben, Donnerstags nur noch Gemüse zu essen ('Veggie-Day'). An diesem Tag esse ich dann Fleisch - und zwar blutig. Und wissen Sie wieso? Weil es richtig ist. Und weil John F. Kennedy schon sagte: "Der Mensch möge über seine Verhältnisse selbst bestimmen. Er möge dabei Kraft und Beistand finden, auf dass er mit ihrer Hilfe zu dem werde, wozu er geboren wurde: frei und unabhängig."

Ich finde 'das Gremium' (der Gemeinderat) sollte noch einmal darüber beraten, ob er sich 'als Ganzes' diese Haltung des einzelnen Gemeinderats zu eigen machen möchte.

Thomas Supper, Engelsbrand

 

Schreiben an unsere BI „Abstand zur Windkraft“ von einem betroffenen Mitbürger aus Rothenburg

 

Liebe Mitstreiter,

ich habe bereits vier E-101 Anlagen vor der Haustüre. Abstand ca. 1200m. Projektierer ist JUWI.

Einen scheinbar demokratischen Prozess, wie die Einbeziehung ihrer Bürgerinitiative während der Sitzungen hatten wir nicht.

Hier ging man sogar soweit, den Windpark direkt vor einer kürzlich genehmigten Ferienwohnanlage (800m) zu errichten. Das zum Gespür und dem verheerend schwachen Informationsstand der Ratsmitglieder hier in Rothenburg.

Die Informationen vor dem Bau gingen gegen Null. Viele der Ratsmitglieder meinten wohl wirklich, sie würden etwas Gutes für Land und Leute tun und Firmen wie Juwi seien ein Segen.

Die Räder laufen nun seit ca. 4 Wochen. Seit einigen Tagen habe ich massiv Symptome, für die ich keine Erklärung hätte, wenn ich mich nicht schon im Vorfeld mit dem Thema Infraschall beschäftigt hätte.

Einen sog."Nocebo-Effekt" schließe ich aus. Im Gegenteil, ich wünschte und hoffte, dass die beschriebenen Effekte nicht eintreten würden. Es handelt sich bei mir um Schwindel, Ohrendruck und starker Müdigkeit am Morgen, obwohl ich die Nächte durchschlafe. Meine Frau "hörte" die Räder nachts sofort, ich spüre eigentlich nichts direkt.

Ohrengeräusche habe ich schon länger, mit denen ich lebe. Nun scheinen sich aber die Probleme zu verstärken. Das traurige an der Sache ist doch, dass ich gerade im ländlichen Raum lebe, um auch die Ruhe zu haben.

Ich habe die Seite www.gegenwind-rothenburg.de erstellt. Mitstreiter, die sich mit mir engagieren würden habe ich nicht. Was erschreckend ist, denn es spricht auch etwas von der vorherrschenden Affinität zur Bildung der örtlichen Bevölkerung.

Im Umkreis sollen noch ca. 5 weitere Anlagen gebaut werden! Ich hätte nie für möglich gehalten, dass dies im Umkreis des weltbekannten Rothenburg passieren könnte.

Grüße aus Rothenburg

Roger Fuhrmann

 

Britta Clauss

Engelsbrand

Sehr geehrter Herr vom Gemeinderat,

 in der Sitzung vom Runden Tisch am 5.Mai waren Sie bezüglich der Einwände und Sorgen vieler Engelsbrander/innen in Hinsicht auf die  geplanten Windräder der Ansicht und taten dies auch kund, dass das Wohl des einzelnen sich dem „Gemeinwohl „unterordnen muss.

In welcher politischen Ecke dieser Ausspruch  ursprünglich beheimatet war und unablässig wiederholt wurde ist uns allen hinlänglich  bekannt.

Wissen Sie, lieber Herr vom Gemeinderat , was für ein Motto in unserer Familie gilt und worauf  ich stolz bin ?

„Einer für Alle und Alle für Einen“

Ich bin der Ansicht, dass dieses Motto, das sicherlich in vielen Familien und Gemeinschaften gelebt wird, auch in einer Gemeinde seinen Platz haben  sollte.

Ich wünsche mir, dass auch Grunbach und Salmbach Engelsbrand unterstützen, dass

 Alle für Einen“

 stehen und der am stärksten betroffenen Gemeinde helfen, die Windkraftanlagen zu verhindern.

Die Sorgen jedes Einzelnen, der sich durch die geplanten Windräder wie auch immer beeinträchtigt sieht, sollten wir ernst nehmen und nicht dem Gemeinwohl, das  hier meiner Ansicht nach mehr als fraglich ist, unterordnen.

Ulrike Baur

 

Leserbrief

 

Windräder im Harz-Vorland

 

Am 14.5.2014 traf ich unvorbereitet 4 Ingenieure aus

Salzgitter hier in Pforzheim. Im Laufe des Gespräches bat ich die Herren eine private Frage stellen zu dürfen.

Sie bejahten. Ich fragte sie: „Gibt es bei Ihnen Windräder?“ Ich bekam zunächst nur schallendes Gelächter als Antwort. Danach antworteten die Herren: „ Bei ihnen würden so viele Windräder stehen, daß man diese schon mit der Sense abmähen könnte!“

Es bilden sich sehr viele Bürgerinitiativen um Windräder stillzulegen, weitere um zu verhindern. Eine Anzahl Windräder dürfen schon nicht mehr betrieben werden gemäß verschiedener, rechtskräftiger Gerichtsurteile.

Der Widerstand gegen Windkraftanlagen, PV-Anlagen und Biogasanlagen wächst in allen Gemeinden und wird wöchentlich größer.

Gründe: Verschandelung der Landschaft, Sorge um die Gesundheit, Anbau von Monokulturen (Mais, Raps).

Also Herr Hahn und Herr Lange, nichts wie dort hinfahren und die Klagen der Bevölkerung vor Ort anhören.

Vielleicht kommen Sie dann geläutert zurück.

 

Hermann Weimar, Engelsbrand

 

            Gedanken zu Windkraftanlagen in Engelsbrand
Welche Kräfte und Mechanismen waren in unserem Ort ausschlaggebend, dass es zunächst gelingen konnte beim Bürgerentscheid am 14.10.2012  einen Entscheid zugunsten der Errichtung von Windkrafträdern herbeizuführen?
In zahlreichen Gesprächen sowohl mit Mitbürgern aus Engelsbrand, Grunbach und Salmbach ist klar geworden, dass sie bei einer ausgewogenen Information nie und nimmer für den Bau der Windkraftanlagen gestimmt hätten. Noch heute sind zahlreiche Engelsbrander Mitbürger der Meinung, dass unser Dorf durch die Erzeugung von Windenergie unabhängig vom Strom aus anderen Quellen würde und die Gemeinde im Geld schwimmen könnte, bedingt durch Pacht-und Gewerbesteuereinnahmen. Zuverlässige Berichte aus anderen Gemeinden, die bereits mit Windrädern gesegnet sind, belegen aber das Gegenteil.

Sollten die unseligen Windräder doch gebaut werden, so wird uns auffallen, dass der Strom nicht billiger, sondern teurer wird, wir keinesfalls unabhängig von anderen Stromlieferanten werden (Windflaute) und der CO2 -Ausstoß nicht abnimmt. Wir werden weiterhin einen Großteil unseres Energieverbrauchs für die Heizung und den Verkehr verwenden. Die dann jedoch durch gigantische Anlagen dauerhaft  geschädigte Natur und der Mensch werden – wenn  es zu spät ist – auch den letzten Zweifler überzeugen, dass man mit Windkraft auf das falsche Pferd gesetzt hat.
Sicher wird sich mancher scheuen offen zuzugeben, dass er am 14.10.2012 beim Bürgerentscheid für den Bau der Windkraftanlagen gestimmt hat - leider. Man darf seine Meinung  sehr wohl ändern, dies zeugt nicht  von Schwäche, sondern von Stärke. Betört durch die einseitige  Information von Juwi – noch unter dem Eindruck der Katastrophe von Fukushima stehend- wurde mit der Windkraft von Experten eine rosige Zukunft bei der Stromversorgung prognostiziert. Seither stellen die Befürworter der Windkraftanlagen gebetsmühlenartig die Vorteile dieser Energiegewinnung heraus, wobei die Voraussagen teilweise abenteuerliche Ausmaße annehmen.  Der Eingriff in die Landschaft auf dem Sauberg würde jedoch eine irreversible Maßnahme in unser Landschaftsbild darstellen, die es für jeden Mitbürger sinnvoll erscheinen lässt, sich intensiv mit der Problematik „Windkraft“ auseinanderzusetzen.
Die einseitige Präferenz der Erneuerbaren Energien mit 20-jähriger Festpreisgarantie
erinnert an Planwirtschaft, die man angeblich bereits auf den Müllhaufen der Geschichte geworfen hat. Je intensiver  man sich mit dem Thema auseinandersetzt, desto mehr kommt man zu der Erkenntnis, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Hier fällt dem Beobachter die von Frau Merkel eingesetzte Expertenkommission ein, die zu dem Schluss kam, dass das EEG unverzüglich abgeschafft werden muss. Abgeschafft wurde jedoch nur die Kommission.
Auch der bis jetzt geneigte Leser der vielen Leserbriefe im Gemeindeblatt dürfte in der Zwischenzeit gemerkt haben, dass es sich bei den Aktionen der Befürworter um die letzten verzweifelten Versuche handelt, die Engelsbrander Bürger von etwas zu überzeugen, was anfänglich als Lösung unserer Energieprobleme dargestellt wurde.
Zwischenzeitlich wurde das Thema „Windkraft“ jedoch in zahlreichen Medien kritisch behandelt. Es ist uns allen nicht entgangen, dass man mit immer abstruseren Zahlenkonstrukten und Angstszenarien versucht, den Bürger zu beeinflussen.          
Wir alle lernen dazu und bilden uns eine Meinung, die nicht immer konform mit der von „oben“ propagierten ist. Wir haben durchschaut, dass denen, die uns die Subventionsräder in Ortsnähe errichten wollen es ja gar nicht um uns Engelsbrander geht und unser bis jetzt intaktes Umfeld (Natur), sondern um den Reibach einiger weniger Geschäftemacher und Lobbyisten, die sich mit dem von uns allen subventionierten Strom (2013 ca. 20 Milliarden) eine goldene Nase verdienen.

Am Wahlsonntag haben wir immer noch die Möglichkeit das Steuer richtig einzuschlagen und unseren Wohnort erhalten, in dem wir weiterhin gerne leben. 
Lassen wir uns nicht ein X für ein U vormachen!

Walter Hartmann

 

Leserbrief

 

Die größten Umweltschädiger ….

 

…sind nicht die Industrie oder Konzerne, sondern die „Grünen“ mit ihren gezielten Falsch-Informationen an die Bürger.

Beispiel 1: WKA´s in Engelsbrand und Umgebung. Hier wurden die Bürger auf einer Juwi-Verkaufsveranstaltung mit einer Zinsversprechung von 6 bis 8 %geködert, Geld bei Juwi anzulegen und somit das Abstimmungsverhalten der Bürger bei dem Bürgerentscheid vom 14.10.2012 beeinflußt. Heute, nachdem die Wahrheit bekannt ist, würden die Bürger die WKA´s ablehnen.

Beispiel 2: Flughafen Frankfurt am Main, Startbahn-West. Als in den 1970er Jahren die Pläne für den Bau der Startbahn-West bekannt wurden, haben die APO-Mit-

glieder Joschka Fischer und Jürgen Trittin zu gewaltsamen Demonstrationen in und um Frankfurt am Main aufgerufen. Einige Stadtviertel erlitten schwere Verwüstungen. Auch der Stadtwald am Flughafen erlitt schwere Verwüstungen. Es wurden mehr Landschaft und Wald zerstört als für den Bau der Startbahn-West benötigt wurde. Aus diesem Chaos heraus entstand langsam die Bewegung „Die Grünen“. Als die Partei „Die Grünen“ unter dem Guru Joschka Fischer gegründet war, wurden sie 1985 in den Hessischen Landtag gewählt. Erster grüner Umwelt-Minister wurde Joschka Fischer. Zur Vereidigung kam er in Jeans, Turnschuhen und kariertem Hemd. Damit hatte er provokativ die Kleiderordnung des Parlaments verletzt. Diese Verletzung der Kleiderordnung hat er später bei der Vereidigung zum Außenminister in Maßanzug, Budapester Maßschuhen, wieder korrigiert. Seine erste Großtat war die Stilllegung der Firma NUCHEM, Gesellschaft zur Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen in Hanau. Hierdurch wurden hunderte Wissenschaftler (Physiker, Chemiker, Elektroniker) arbeitslos und der Niedergang der Siemens-Tochter begann. Diese Firma NUCHEM musste jahrelang bewacht werden, was wiederum Unsummen an Kosten verschlang.

Das endete erst nachdem Joschka Fischer Außenminister wurde und die Welt bereiste. Er und seine Parteigänger hatten ihr Ziel erreicht – Macht, Einfluß und das Wichtigste: Andocken an die Futtertröge des Staates.

In dieser Funktion als Außenminister verkaufte er die NUCHEM nach China. Dort produziert sie seitdem radioaktive Kernbrennelemente. An dieser Stelle sei die Frage erlaubt: Wo ist der grüne Umweltgedanke - ATOMKRAFT NEIN DANKE - geblieben? Vergessen? Oder alles nur eine Farce um einige Leute an die Macht zu bringen??

Als Außenminister hat Herr Fischer auch unsere jungen Soldaten in den Krieg geschickt (Kosovo, Afghanistan, Mali, Horn von Afrika). Er  hat da maßgeblich für den Einsatz gestimmt. Die erste Bundesregierung hat 1949 ins Grundgesetz geschrieben:

„ Von deutschem Boden darf nie wieder Krieg ausgehen.“

Alles vergessen, verwässert und verraten. So haben sich die „Grünen“ verbogen.

Beispiel 3: Stuttgart 21

Über viele Monate wurde montags gegen den Bau des neuen Bahnhofs demonstriert, zunächst friedlich und dann immer aggressiver werdend, es kam zu Sachbeschädigungen  und Schlägereien. Die selbst ernannten Parkbeschützer besetzten und ruinierten den Park in monatelanger Belagerung.

Ist das Umweltschutz und Rücksicht auf die Bevölkerung???

Zum Schluß noch die Frage, was machen die Herren

Fischer und Trittin heute, nachdem sie still und leise aus der Politik ausgeschieden sind?? – Sie sind Lobbyisten der Konzerne, die sie vorher bis aufs Blut bekämpft haben, BMW, RWE, EON u.a.

Für Geld macht ein Politiker eben alles.

Das zeugt von einem „starken Charakter“, besonders bei Herrn Fischer, der inzwischen zum vierten Mal verheiratet ist.

 

Hermann Weimar, Engelsbrand

 

 

 

Windkraft
Gesundheit massiv in Gefahr


„Die Gesundheit des Einzelnen muss gegenüber dem Gesamtwohl zurückstehen.“ Diese Aussage traf der Grünen-Gemeinderat in Engelsbrand Reiner Lange beim letzten Runden Tisch zum Thema Windkraft. Er bezog sich damit auf die Gesundheitsgefahren, die der von den Riesenwindrädern ausgesendete Infraschall mit sich bringt. Leider übersieht Herr Lange, dass es sich hier nicht um eine einzelne Person, sondern um Tausende von Menschen handelt, deren Gesundheit massiv in Gefahr schwebt. Infraschall verursacht Reizzustände, Schlaflosigkeit, Migräne bis hin zu Depressionen. Bei einer Fallstudie waren die schädlichen Auswirkungen bis in drei Kilometer Umkreis der Windkraftanlagen deutlich zu spüren. Zieht man auf der Karte mit dem Zirkel einen entsprechenden Kreis, so sind die Orte Neuenbürg, Waldrennach, Birkenfeld, Engelsbrand, Salmbach, Büchenbronn sowie teilweise Grunbach und Gräfenhausen betroffen. Laut Einwohnerstatistik leben in diesen Orten insgesamt 26147 Menschen. Nach den bisherigen Erkenntnissen erfahren etwa 25 Prozent der Menschen durch den Infraschall gesundheitliche Beeinträchtigungen, also etwa 6500 Personen. Kann man da noch von der Gesundheit des Einzelnen sprechen? Kann man die Gesundheit so vieler Menschen wissentlich leichtfertig aufs Spiel setzen?
In diesem Zusammenhang fällt mir auch wieder die Informationsveranstaltung in Büchenbronn zum Thema Windkraft ein. Als bei einem Vortrag ein Biologe ein Foto von einem Storch zeigte, der von einem Windrad in drei Teile zerhackt worden war, waren alle Anwesenden unabhängig ihrer Einstellung zur Windkraft betroffen. Nicht so die Grünen-Gemeinderäte Schüssler und Baumbusch, die angesichts dieses Fotos spotteten und lachten.
Meinem Wissen nach sind die Grünen einstmals angetreten als eine Partei, die sich den Schutz der Umwelt und Natur auf die Fahnen geschrieben hatte. Sehr lobenswerte Ziele, wie ich meine. Gehören aber Menschen und Tiere etwa nicht zur schützenswerten Umwelt? Diese Kaltblütigkeit und Kaltschnäuzigkeit, mit der hier über die Gesundheit und das Leben von Tieren und Menschen hinweggegangen wird, entsetzt umso mehr, da sie ausgerechnet auch noch aus den Reihen der Grünen kommt. Da bleibt mir nur noch die Worte eines Liedermachers anzufügen: „Wer schützt die Umwelt vor den Umweltschützern?“


Karin Frey, Pforzheim

 

Leserbrief

 

 

2 Leserbriefe von Herrn Hahn vom 08.05.2014

 

Stand-by-Kraftwerke gab es schon immer und muß es auch immer geben. Auch wenn noch so viele Windräder und PV-Anlagen installiert werden, brauchen wir die Grundlastversorgung mit konventionellen Kraftwerken, sonst bricht bei uns die Stromversorgung zusammen.

Siehe hierzu auch mein Leserbrief zum Runden Tisch vom 05.05.2014, Stromganglinien.

Herr Hahn versucht sich mit  der Aura eines Allwissenden zu umgeben, indem er neue Worthülsen erfindet, z.B. Spannungsfrequenz. Die Verwendung dieses Be-

griffes, den es nicht gibt, zeigt wieder einmal, daß Herr

Hahn von dieser Materie keine Ahnung hat.

 

Feuer aus

Herr Hahn, Mitglied der Energiegruppe schreibt, daß das Rathaus in Salmbach energetisch saniert wurde, dadurch der Ölverbrauch deutlich gesunken ist und somit das Rathaus Salmbach energetisch gut aufgestellt ist. Um solche Behauptungen überprüfen zu können, braucht die Bevölkerung dringend Angaben zum Ölverbrauch

vorher/nachher und zu den aufgewendeten Kosten für Material, Lohnkosten, Fremdleistungen und Nebenkosten. Ohne diese Angaben kann nicht nachgeprüft werden, ob diese Maßnahme sinnvoll war.

Also bitte Herr Hahn, schnellstens nachholen und ver-

öffentlichen.

 

Hermann Weimar, Engelsbrand

 

Leserbrief

 

 

Runder Tisch am 5. 5. 2014

 

Im vollbesetzten Saal im Rathaus Grunbach trafen sich Befürworter und Gegner der Windkraftanlagen auf dem Sauberg zum 3. Runden Tisch. Es ging um die Themen Ökologie und Infraschall. Die Vertreter der Bürgerinitiative hatten sehr sorgfältig und mit großem Zeitaufwand Fakten recherchiert und dargelegt. Die Befürworter zeigten kein großes Interesse sich damit auseinanderzusetzen. Auf den Transportweg angesprochen, vertrat ein Befürworter die Überzeugung, dass eine geringfügige Verbreiterung der bestehenden Waldwege und eine teilweise Entastung von Bäumen ausreichend sein könnte.

Bei der Bürgerinformation im März in Büchenbronn antwortete Frau Pierau (Regionalleiterin von Juwi in Bad.-Württ.) auf die Frage eines Zuhörers in Bezug auf den Wegebau zum Transport der Windräder: Die Waldwege müssen ertüchtigt werden. Es leuchtet wohl jedem Laien ein, dass ein Schwertransport mit 50–60m langen Bauteilen eine Straße mit festem Untergrund braucht und nicht einfach so auf einem ausgelichteten Waldweg fahren kann. Zum Abbiegevorgang ist ein Radius von 60m  notwendig! (Nachzulesen in http://www.derwesten.de  Natur muss für die Rotorblätter Platz machen) Im genannten Artikel wird auch berichtet, dass es im Bauantrag des Investors Juwi lapidar hieß... Bäume und Sträucher zurückzuschneiden... Offensichtlich versteht es Juwi, auf geschickte Weise zu verharmlosen. Bis heute hat Juwi den Transportweg zur Erstellung der Windräder auf dem Sauberg nicht offengelegt. Es ist zu befürchten, dass für den Wegebau zusätzlich viele Hektar Wald gerodet werden müssen.

Bemerkenswert und zu erwähnen ist auch, dass Juwi schon kurz vor dem Bürgerentscheid im Oktober 2012 im Gemeindewald eine Fläche zur Erstellung des Messmasts gerodet hat. Der Bürgermeister wusste nichts von der Aktion. Kann Juwi ohne Erlaubnis roden?

Hat ein Gemeinderat, der vorgibt verantwortungsbewusst zu handeln, das Recht, eine durch die viel zu nahe am Wohngebiet geplante Errichtung der Windkraftanlagen auf dem Sauberg erhebliche Wertminderung des Grundbesitzes vieler Engelsbrander Bürger in Kauf zu nehmen? Werden es junge Familien mit Kindern überhaupt noch erstrebenswert finden in Engelsbrand zu wohnen?

Obwohl viele Menschen, die in der Nähe von Windkraftanlagen wohnen, über gesundheitliche Beeinträchtigungen klagen, wird das Thema Infraschall von unseren Befürwortern nicht ernst genommen. Auf das idyllisch am Rand des Waldgebiets gelegene Fachpflegeheim für psychiatrisch erkrankte Menschen, die ohnehin in ihrer Gesundheit stark beeinträchtigt sind, wird in keiner Weise Rücksicht genommen. Ist das mit dem Verantwortungsbewusstsein des Gemeinderats zu vereinbaren?

Wenn wir erst von bis zu 17!! geplanten Monsteranlagen umzingelt sind und viele unter den Folgen des Infraschalls leiden, wird mancher Befürworter seine Entscheidung bedauern. Dann ist es jedoch zu spät!

 

Hilde Werner, Engelsbrand

 

Am 5.5.2014 fand ein weiterer Runder Tisch im Gemeinderatsaal statt.

 

Gespannt wurden  von den vielen Interessenten im Saal die Argumente der Befürworter und der Gegner der Windkraft verfolgt. Bei den einen war festzustellen, dass man viel Zeit und Kraft in die Nachforschung der Tatsachen und Fakten gesteckt hat, was bei den anderen nicht so zu erkennen war.

Ein Vertreter  der Windkraft berichtete dann von einem Gerichtsurteil, bei dem eine Familie, die unter Birkenpollenallergie litt, auf die Abholzung der Birken entlang einer Straße geklagt hatte. Das Gericht wies die Klage zurück. Die Straße war als „Birkenallee“ benannt, was darauf schließen lässt, dass die Birken schon vor dem Einzug der Familie dort standen.

Interessant ist jedoch weniger das Urteil, als die ‚Interpretation‘ des Windkraftbefürworters und Gemeinderats. Er formulierte diese wie folgt (Zitat): „Die Gesundheit des Einzelnen hat sich dem Gemeinwohl unterzuordnen“! Diese Einschätzung sorgte bei den Bürgern im Publikum und bei mir für allergrößtes Erstaunen. Der von den Befürwortern bestellte Moderator mühte und wand sich sichtlich, diese Aussage zu relativieren. Aber es war aussichtslos, der Gemeinderat wiederholte seine Aussage im Laufe des Abends mit ruhiger Stimme dreimal: „Die Gesundheit des Einzelnen hat sich dem Gemeinwohl unterzuordnen!“

Ich bin mit meiner Familie vor einigen Jahren nach Engelsbrand gezogen, weil wir die schöne Landschaft, die Ruhe und die gute Nachbarschaft sehr schätzen. Windräder spielten bei dieser Entscheidung keine Rolle, da sie noch nicht mal zur Diskussion standen. Wir sind also nicht an den Rand eines Windparks gezogen. Anders als bei dem zitierten Urteil soll der Windpark zu uns kommen und nicht umgekehrt.

Es stimmt mich sehr traurig, wenn ich nun höre, dass ich mich mit meiner Familie dem Gemeinwohl unterordnen muss und leider zu den „Einzelnen“ gehöre, die das Risiko eben tragen sollen! Der Vergleich hinkt doch sehr, ein Ehepaar mit einer Allergie vielen Menschen mit Angst vor der gesundheitlichen Beeinträchtigung von Windrädern gleichzusetzen!?!

Wird die Wirtschaftlichkeit (ob dies überhaupt zutrifft sei dahin gestellt) immer wichtiger und der Mensch immer unwichtiger?? Es scheint  dem ein oder anderen völlig gleichgültig zu sein, was für Ängste und Sorgen mit diesen WKAs verbunden sind.

Von Gemeinderäten mit solcher Gesinnung, wie sie gestern offen vorgetragen wurde, fühle ich mich nicht richtig vertreten und in meiner Gesundheit nicht ausreichend geschützt.

 

Stefanie Jehle, Engelsbrand

 

Leserbrief

 

 

Pleitegeier  fliegen über Windradbauer

 

In der ersten Mai-Woche wurde von den zuständigen Amtsgerichten die Insolvenzverfahren für Prokon, Itzehoe, und Windwärts, Hannover, wegen Überschuldung eröffnet.

Für Prokon gab der Insolvenzverwalter eine Verlustquote von voraussichtlich 40 bis 70 % bekannt.

Für den Insolvenzfall Windwärts, Hannover, gibt es noch keine Quote.

Also verehrte Anleger, Hände weg von Windkraftanlagen, die sind hochriskant.

 

Hermann Weimar

Engelsbrand

Leserbrief

 

Runder Tisch am 5.5.2014

 

Der Runde Tisch war ein voller Erfolg für die BI „Abstand zur Windkraft“, denn WKA-Befürworter hatten Sachargumenten der BI nichts entgegen zu setzen.

Den von der BI eingereichten Unterlagen standen die WKA-Freunde verständnislos gegenüber.

Herr Schempf mußte zugeben, daß er die von der BI eingereichten Unterlagen nur angeschaut, nicht gelesen und nicht verstanden hat.

Herr Kleile, der Bauspezialist, verschwendete eine halbe Stunde mit untauglichen Argumenten, ob man beim Rückbau der WKA die Fundamente von 3500 t aus dem Boden entfernen könne oder nicht. Er meinte „ja!“.

Ich empfehle ihm einmal durch große Städte zu fahren. Dort findet er immer noch die Andenken aus dem 2. Weltkrieg in Form von Bunkern aller Art, weil sie nicht zerstörbar sind.

Von den Stromganglinien, wie sie von Herrn Bernd Clauss in exzellenter Weise dargestellt und erklärt wurden, hatten sie noch nie etwas gehört und auch nichts verstanden.

Mein schon mehrfach erwähntes Zitat: „Leute, die am lautesten von Windkraft reden, haben keine Ahnung von Elektrotechnik und Maschinenbau!“

Darum geben Sie am 25.5.2014 diesen Leuten die Quittung und wählen Sie nur Leute mit Sachverstand, ohne grünen Anstrich, in den Gemeinderat. Damit erleichtern Sie dem Bürgermeister die Arbeit und schützen uns alle vor Fehlentscheidungen.

 

Hermann Weimar

Engelsbrand

Leserbrief

 

 

Emotionale Diskussionen am Runden Tisch -  Annäherung oder Entfremdung ?

 

 

Der runde Tisch am vergangenen Montag hat eines insbesondere gezeigt:

 

-   die Befürworter haben Vertrauen in das Verfahren, dass alle Gutachten und behördlichen Entscheidungen zu einer ordentlichen Bewertung der Fakten führen werden – so, wie in Horb, dort wurde ein Gutachten erstellt, aufgrund dessen die Windkraftanlagen hätten gebaut werden können. Daraufhin bemühten sich die Kritiker um die Fakten und ließen ein Gegengutachten erstellen – erst daraufhin hat das Regierungspräsidium die Windkraftanlagen abgelehnt!

 

-   dass sich der Gemeinderat seit bestimmt zwei Jahren mit dem Thema Windkraft befasst und sie immer noch keine Ahnung haben, wie die riesigen Bauteile auf den Sauberg kommen sollen - und dies, obwohl bereits eine Transportstudie bestehen soll. Eine geringfügige Verbreiterung der bestehenden Wege und die Entastung der Bäume wie von den Befürwortern vorgeschlagen,  wird wohl bei 60 m langen Bauteilen den steilen Berg hoch nicht ausreichend sein.

 

-   sich alle Teilnehmer mit einer Ausnahme einig waren, dass beim Betrieb von Windkraftanlagen kein CO² -Ausstoß erfolgt, dass aber durch den günstigen Börsenpreis des Stromes und durch den günstigen CO²-Zertifikatehandel alte Kohlekraftwerke wieder ans Netz gehen und durch die parallel im Standby-Modus laufenden Kohlekraftwerke bei etwa 35 % ihrer Nennleistung der CO²-Ausstoß insgesamt sogar gestiegen ist.

 

-   dass in Deutschland bereits 8 Atomkraftwerke abgeschaltet wurden. Dadurch dass Windkraftanlagen nicht grundlastfähig sind, können diese kein fossiles Kraftwerk ersetzen. Bislang wurde und wird vermutlich auch in Zukunft die Sicherung des Strombedarfs durch Kohlekraftwerke erfolgen. Der CO²-Ausstoß wird daher definitiv weiter steigen.

 

-   dass nicht, wie bislang behauptet, 2000 Haushalte in Engelsbrand mit nur einem Windrad versorgt werden können, sondern dies lediglich gut 300 Haushalte sind.

 

-   dass für die Einschätzung des gesundheitlichen Risikos Infraschall keine konkreten medizinischen Gutachten vorliegen. Es gibt Aussagen, die eine Beeinträchtigung sehen und andere, die diese nicht sehen. Im Ergebnis können gesundheitliche Risiken nicht ausgeschlossen werden. Für die Befürworter treten insoweit Einzelschicksale hinter die Interessen der Allgemeinheit zurück. Ein kausaler Zusammenhang wird schlichtweg bestritten. Um diese Risiken auszuschließen, müssten die Windkraftanlagen mit einer größeren Entfernung zur Wohnbebauung oder gar nicht gebaut werden.

 

So riesig ich mich gefreut habe, dass endlich die Fakten auf den Tisch kamen, so desillusioniert muss ich feststellen, dass sich die Befürworter nicht mal die Mühe gemacht haben, entsprechende aussagekräftige Berechnungen der Kritiker nachzuvollziehen. Oft wurden Allgemeinsätze wie „man muss Verantwortung übernehmen“ oder „wir haben Vertrauen in das behördliche Verfahren“ verwendet.

 

Ist es nicht eher sinnvoll, das Geld, das die Befürworter für Windkraftanlagen ausgeben wollen, für zukünftige Generationen zur Finanzierung einer echten Energiewende zu reservieren. Diese kann erst gelingen,  wenn die Entwicklung der Technologien fortgeschritten, Speicherkapazitäten vorhanden sind und der Netzausbau vorangeschritten ist?

 

Eveline Wiesenfarth, Engelsbrand