Getroffene Hunde bellen am lautesten!

Oder Lesen bildet!

Aber endlich kommt mal etwas Leben in die Diskussion um die WKA’s. Sicher hätte das schon sehr viel früher passieren können, wenn die Fakten von Anfang an kritisch und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet worden wären. Aber besser spät als nie. Da ich an der Recherche zum neuen Flyer „ALLES ÖKO, ODER WAS“ aktiv beteiligt war, kann ich Herrn Kania und auch allen anderen Bürgern versichern, dass wir uns nicht ausschließlich auf eine Quelle stützen und auch nicht auf irgendwelche umstrittenen Artikel (wie der angegebene Spiegel-online-Artikel). Die gesamte Recherche beruht auf einer, inzwischen mehr als umfangreichen Faktenlage. Man kann es drehen und wenden wie man will, es ergeben sich immer mehr Aspekte in der Energiewende, wegen derer sich FAZ, Handelsblatt, Die Welt und unsere Regierung mehr und mehr differenziert mit dem Thema auseinandersetzen. Man kann natürlich die Augen verschließen vor einer kritischen Betrachtung der „Energiewende“, oder man kann sich informieren. Möglichst nicht nur regional, sondern bundes- und landesweit. Was ich da momentan sehe ist keine „Energiewende“, sondern eher eine „Energiekatastrophe“. Der pure Aktionismus, der durch den Unfall in Fukushima seinen traurigen Anfang nahm. Angestachelt durch eine „Grünen“ -Politik, beeinflusst durch die exzellente Lobbyarbeit einer aufstrebenden Erneuerbaren- Energien- Industrie, getragen von einer Regierung, die sich zum Handeln gezwungen sah. Erst nachdenken, dann handeln wäre der Sache sicherlich zuträglich gewesen. Jetzt aber steht man da und kann mit den Folgen nicht so recht umgehen. Denn man hat die Menschen/ Anwohner vergessen und man hat nicht bedacht, was es für unser Landschaftsbild bedeutet, wenn Wind“parks“ ganze Dörfer umzingeln. Und auch nicht bedacht hat man die tatsächliche Effizienz der ganzen Sache und der damit verbundenen Kosten. Was macht man mit einer Industrie, die ohne Subventionen (vor allem in den ländlichen Gebieten) nie wirtschaftlich arbeiten wird. Da wundert es auch nicht, wenn Herr Willenbacher einen Teil seiner Firma „verschenken“ will, denn nach regierungsgeplanten Kürzungen der Subventionen, verändern sich die Gewinne vermutlich drastisch. Sein „Schäfchen“ hat er bestimmt schon im Trockenen? Und zudem, wer das Gespräch auf SWR1 mitverfolgt hat, weiß, dass er auf die Frage, warum das ein „Unmoralisches Angebot an die Kanzlerin“ sei, ganz schön ins Trudeln geraten ist (er konnte das nicht erklären - war halt ein Marketing-Schachzug, nix weiter) und dass er die Firma ja auch nicht verschenkt, sondern lediglich das Geschäftsmodell ändert, quasi ein Bonussystem für Energiegenossenschaften (so habe ich das jedenfalls verstanden). Aber das nur am Rande.

Die große Frage ist nun, wem glauben die Bürger Engelsbrands. Den Ausführungen des Herrn Kania oder denen der Bürgerinitiative? Lesen bildet. Wie man das Gelesene interpretiert trägt zur Meinungsbildung bei.

Ich kann nur allen Bürgen empfehlen, sich zu informieren. Vieles ist im Internet zu finden. Empfehlenswert fürs Erste ist die Seite der Bundesinitiative für vernünftige Energiepolitik (www.vernunftkraft.de). Hier beleuchten Mediziner, Biologen, Agrarwissenschaftler, etc. die Energiewende kritisch (z.B. Freiherr Enoch zu Guttenberg, Professor Dr. Stefan Tangermann, Dr. Gisela Deckert,...) Zugegeben, schwierig für alle, die kein Internet haben.

Aber die haben ja uns - die Bürgerinitiative Engelsbrand. Und wir informieren sie weiter!

 

Einige Quellen:

FAZ 14.09.2013: “ÖKOSTROM GEFÄHRDET KLIMAZIELE“

„Die meisten EU-Staaten wollen sich auf die Verringerung von Treibhausgasen konzentrieren und keine Ausbauziele für Ökostrom mehr akzeptieren. Das ist politisch klug, weil man

sich nicht abhängig macht von Ökostrom-Lobbyisten, die weniger das Klima als ihr Portemonnaie im Blick haben...Das ist auch umweltökonomisch geboten, da subventionierter

Ökostrom den Emissionshandel aushebeln kann. ...Hierfür müsste Deutschland nur noch eine Illusion aufgeben: allein das Klima retten zu können.“

FAZ 18.09.2013: “WINDIGES GESCHÄFTSMODELL IST AM ENDE“

Handelsblatt,10.9. 2013 lt. dieses Artikels hat die Firma Windreich AG Insolvenz angemeldet.

Handelsblatt 20.09. 2013: “Energieagentur fordert Ende der Sonderförderung“ Stephan Kohler, Chef der deutschen Energieagentur DENA: “Das EEG sollten wir abschaffen.“

The Sunday Times, 22.07.12: „Council tax cut for homes near wind farms“

Technologie Review, 11.02.13: “Riskante Geschäfte mit dem Wind“

FAZ, 19.08.13: „Stromverkauf mit Verlust“

und als Alternative zu dem von Herrn Kania als „umstritten“ deklarierten Spiegel-Artikel von 2009

 einige aktuelle Spiegelartikel:

“Der planlose Ausbau von Solaranlagen und Windrädern gefährdet die Energiewende“ 02.09.2013 “Aufstand in der Rotorsteppe“ Nr. 27/2013 (sehr zu empfehlen)

Die Welt 20.09. 2013: “Wenn Grüne rechnen“...Die Energiewende wird unbezahlbar. Sie beruhte von vornherein auf einer volkswirtschaftlichen Fehlkalkulation.“

Handelsblatt, 12.08.2013: “Schlechte Noten für die Energiewende“ ...eine Umfrage unter hunderten Top-Managern endet in der Schulnote 4 minus“

Schweriner Volkszeitung, 27.07.2013: “WINDKRAFT MACHT WEIZEN PLATT“

FAZ, 20.07.2013: “Ausbau der Stromtrassen: Alarm, Bürgerdividende!“ Die Bundesregierung verspricht Anrainern der neuen Stromtrassen fünf Prozent Rendite, wenn sie sich an

der Finanzierung beteiligen. Doch damit werden Bürger in riskante Spekulationsgeschäfte gejagt.

Handelsblatt 08.7.2013: “Wir sind auf dem falschen Weg“ Manager reden Klartext...

 

undsoweiterundsoweiter...

 

Katharina Himmelhan

Engelsbrand

Verehrter Herr Hahn!

 

Ich kenne Sie nicht persönlich. Ihr Ruf eilt Ihnen allerdings unaufhaltsam voraus, und dies nicht nur zum Thema Windkraft.

Dies lässt mich Ihre Berichterstattung im Gemeindeblatt natürlich mit einem gewissen Amüsement lesen, insbesondere wenn Sie in Ihrem Leserbrief vom 26.09.2013 über Herrn Clauss und mich einen derartigen Unsinn berichten. Vielleicht sollten Sie die Leserbriefe und Berichterstattung im Zusammenhang mit Herrn Clauss und mir seit Oktober 2012 nochmals reflektieren, ausreichend Zeit hierfür scheinen Sie dem Vernehmen nach ja zu haben.

 

Thomas Kautz, Engelsbrand

Stellungnahme zum Leserbrief von Herrn Joachim Kania, Engelsbrand,  s’Blättle vom 19.9.2013.

Mit Interesse habe ich die Flyer der Bürgerinitiative gegen Windkraft und die Artikel von Joachim Kania verfolgt. Mich persönlich stört der aggressive Ton, den Herr Kania in seinem letzten Artikel anschlägt. Sachliche Auseinandersetzungen sehen anders aus.

Ich finde es unangemessen, der Bürgerinitiative zu unterstellen, sie glaube nicht, was sie publiziere. Das bedeutet, dass Herr Kania der Auffassung ist, dass die Bürgerinitiative ihre Motive verschleiere und bewusst falsche Informationen zur Verfolgung nicht offen dargelegter Ziele verwende. Oder sollen die Menschen, die hinter der Bürgerinitiative stehen, zu doof sein, Sachverhalte zu begreifen? Ich bin der Auffassung, dass beides nicht zutrifft. Denn die Menge an Fakten, die die Bürgerinitiative „liefert“, lassen den Schluss zu, dass sauber recherchiert, mit Sachverstand argumentiert und sowohl engagiert als auch fair gehandelt wird.

Natürlich ist es erwünscht und das gute Recht eines jeden, mit Fakten zu argumentieren. Wenn es gute Gründe oder eine andere Bewertung der Argumente gibt – dann nur zu! Aber bitte nicht in diesem Ton!

Herr Kania geht nur auf wenige Punkte ein. Er lässt die Argumente zu Tierschutz und Lärmbelästigung aus. Seine Gründe sind in erster Linie wirtschaftspolitisch. Mich persönlich überzeugt sein Argument, dass der Platzverbrauch einer Windkraftanlage geringer ist, als der eines anderen Kraftwerkes, am wenigsten. Wer kommt schon auf die Idee, ein Kohlekraftwerk in den Engelsbrander Wald zu bauen?!

Er nennt keine Einwände seinerseits gegen den Gebrauch und die Gewinnung seltener Rohstoffe. Er leugnet nicht das Entstehen radioaktiven Abfalls. Entweder hat er dazu keine Argumente. Oder es gibt keine. Dann bleiben dazu die Argumente der Bürgerinitiative unwidersprochen, oder er möchte darauf nicht eingehen. Wenn ich bedenke, mit welchem Eifer Herr Kania seine Gründe darlegt, so kann ich mir nicht vorstellen, dass er überzeugendes Material, das die Bürgerinitiative widerlegt, weglässt. Also sind die Argumente der Bürgerinitiative gut. Manchmal ist es interessanter zu sehen, was nicht dasteht, als nur das, was dasteht.

Mir fällt auf, dass JUWI wie die großen Stromkonzerne agiert. Ich habe nicht den Eindruck, dass mit der Windkraft, wie sie in Engelsbrand organisiert werden soll, eine Unabhängigkeit von Konzernen betrieben wird. Als Energieversorgung in Bürgerhand, wie in den Artikel von Herrn Willenbacher, bzw. Michael Hahn gedacht, sehe ich das JUWI-Projekt nicht. Mit dem Gestattungsvertrag gibt der Gemeinderat die Fäden ja gerade aus der Hand der Bürger in den Machtbereich von JUWI. Wie eng der Zusammenhang von Windkraft und Geld  ist, zeigt der Beitrag von Herrn Willenbacher ebenfalls gleich am Anfang.

Der Gemeinderat wäre m.E. gut beraten, die Einwände der Bürgerinitiative ernst zu nehmen und die Argumente gegen die Windkraftanlagen in die Entscheidung über einen Gestattungsvertrag aufzunehmen. Mehr noch als das zugegeben gute Argument über die Korruptionsvorwürfe gegen JUWI. Sollten diese sich nicht bewahrheiten, so bleiben die Argumente Engelsbrander Bürger nach wie vor bestehen. Eine deutliche Absage des Gemeinderats gegen die riesigen Windkraftanlagen und den dubiosen Vertrag mit der umstrittenen JUWI könnte die Gemüter beruhigen. Im Moment sieht es wohl – leider – nach Konfrontation, Eskalation und Unfrieden aus. Meistens gibt es Alternativen oder Kompromisse. Engelsbrand muss sich ja nicht „für alle Zeit“ aus dem Thema „erneuerbare Energien“ zurückziehen. Auch die Vertreter der Bürgerinitiative sind ja nicht generell gegen das Thema. Neben ökologischen, politischen, ökonomischen und vielen anderen Gründen, ist m.E. der Frieden am Ort auch nicht zu verachten. Vielleicht gibt es sinnvollere Alternativen mit mehr Konsens als gerade dieses Projekt mit aller Gewalt durchzuziehen.

Frank Weigele

Engelsbrand

 

Stellungnahme zu den Leserbriefen von Herrn Michael Hahn, Salmbach, s`Blättle vom 19. und 26.09.2013

 

Auch ich habe mich gefragt, was uns die Auszüge aus dem Buch von Herrn Willenbacher denn mitteilen sollen?

Er will weg von einer dreckigen, abhängigen und umweltzerstörerischen Energieerzeugung.

Zerstört das Zupflastern unserer Landschaft mit der Aufstellung von weiteren ca. 1100 bis 1500 weiteren Anlagen -  alleine in Baden- Württemberg - unsere Landschaft und unseren Lebensraum etwa nicht? 

30.000 bis 35.000 qm Wald würden durch den Bau der Windkraftanlagen alleine in Engelsbrand für immer zerstört.

50.000 bis 100.000 Vögel und 250.000 Fledermäuse pro Jahr werden bereits jetzt durch die bestehenden Anlagen getötet. Wie viele werden es sein, wenn die geplanten Anlagen in BW und bundesweit noch dazu kommen.

 

Was ist mit der gesundheitlichen  Beeinträchtigung durch den Infraschall?  Soweit mir bekannt,  gibt es noch keine Gutachten, die diese ausschließen. Und solange dies nicht geschieht, sind sie für mich gegenwärtig.

Das sind die Dinge, die mich interessieren. Denn das hat unmittelbar mit dem Wohlergehen meiner Familie und unserer Bürger zu tun.

Vielleicht können wir in einem weiteren Buchauszug etwas darüber lesen,  oder aber  Herr Hahn kann uns hierauf entsprechende Antworten  geben.

Und wenn sich sonst niemand um die Aufklärung der negativen Auswirkungen der Windkraftanlagen kümmert, dann ist es doch aller ehren Wert , wenn  besorgte Bürger dies tun und sich in einer Bürgerinitiative  zusammen um Aufklärung und hoffentlich damit verbundenem Umdenken und Handeln  bemühen.

 

Da hilft mir der Bericht „ Stimmung machen reicht nicht“ von Herrn Hahn, auch nicht weiter und ich möchte dazu folgendes anmerken.

 

-          Klar kann man die Sinnhaftigkeit der geplanten Windkraftanlage in Frage stellen.

-          ( Nach der ganzen Faktenlage – mehr denn je.)

-          Ich fahre beruflich durch ganz Deutschland und wundere mich immer wieder aufs Neue wie man sich sein Land durch die Anlagen so verschandeln  kann.

 ( Ist meine persönliche Meinung )

-          Baut Frankreich munter weitere Atomkraftwerke und wir Windkraftanlagen. Wäre es da nicht sinnvoll, dass

„ Europa“ an einem Strang zieht?

-          Die BI bemüht sich wenigstens darum die Faktenlage zu recherchieren und übernimmt nicht nur Buchinhalte.

-          Leben wir in einem freien Land und sind dazu berechtigt zu hinterfragen, was unsere Politiker beschließen. Und ich darf mir zumindest wünschen, dass die Bürger von Engelsbrand und auch der Gemeinderat sich weiterhin kritisch mit den geplanten Windrädern beschäftigen.

 

 

Hans-Michael Kübler, Engelsbrand

 

 

Stellungnahme zum Leserbrief von Herrn Michael Hahn, Salmbach, s’Blättle vom 19.9.2013.

Was wollte uns dieser Leserbrief mitteilen? Vielleicht dass Frau Merkel klug genug war, das Chicorée-Rezept einem

Korruptions-Verdacht vorzuziehen?

 

Britta Clauss

Engelsbrand

 

Stellungnahme zum Leserbrief von Herrn Joachim Kania, Engelsbrand, „Ist doch schon entschieden“, s’Blättle vom 12.9.2013.

 

Tatsächlich „schon entschieden?“…..Ist das Folgende bereits vergessen? Nachzulesen auf der Engelsbrander Internetseite nach dem Bürgerentscheid: “14.10.2012..…..Wie geht es nun weiter? Das Votum der Bürgerinnen und Bürger in Engelsbrand ist Aufgabe und Verpflichtung zugleich, die Windkraftnutzung in Engelsbrand näher zu untersuchen. Noch steht nicht fest, ob sich künftig tatsächlich auch Windräder in Engelsbrand drehen werden. Hierzu sind noch umfassende Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit, zum Artenschutz etc. durchzuführen. Hierbei gilt es auch die Beeinträchtigungen möglicher Windkrafträder für die Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Insgesamt wird sich der Planungsprozess über etliche Monate hinziehen. Das Verfahren wird nach wie vor transparent gestaltet und soll die Möglichkeit zur Partizipation bieten.“

Was danach geschah: Alle oben genannten „Untersuchungen“ (Gutachten) wurden von Juwi beauftragt (die bekannte Aussage poppt auf: ein Hund beißt niemals nach der Hand, die ihn füttert). Der Windmessmast wurde im April 2013 erstellt und sollte ein Jahr lang (also bis April 2014) die ökonomische Sinnhaftigkeit durch eine Windmessung untersuchen. Bisherige Ergebnisse dieser Windmessung und der anderen beauftragten Gutachten (Fledermaus, Rotmilan, usw.) werden nicht zur Verfügung gestellt.Der Gemeinderat beschloss jedoch bereits im Juli 2013 den Gestattungsvertrag  zur Errichtung der Windkraftanlagen. Dies nicht einmal 4 Monate nach Beginn der Windmessung und andere vorliegende Gutachten. Wenn nicht Juwi wegen Korruption bezüglich der Umsetzung eines Windkraftparks angeklagt wäre, wäre der Gestattungsvertrag bereits unterzeichnet und Juwi hätte die komplette Handlungsvollmacht.

Das ist der Stand, ohne „Transparenz“ undohne „Möglichkeit zur Partizipation“!

 

Zum Thema: „Verzicht auf Kohle und Kohlekraftwerke“

Erstaunlicherweise wird immer noch geglaubt, fossil betriebene Kraftwerke durch Windmühlen ersetzen zu können. Da unser Strom niemals alleine durch Wind und Sonne (Windstille & keine Sonne) erzeugt und nicht gespeichert werden kann, erfordert das zusätzlich konventionelle Kraftwerke: Der Braunkohleanteil kletterte 2012 von 24,6 auf 25,6 %, der von Steinkohle von 18,5 auf 19,1 %. Zusätzlich werden durch den europäischen Emissionshandel „dreckige“ Kohlekraftwerke unterstützt, basierend auf CO2-Zertifikaten aus Wind- und PV-Anlagen. Resultierend hieraus werden in „Dreckschleudern“ von Kraftwerken keine Schmutz-Filter eingebaut, da die Ersparnis durch die Zertifikate die Investition für die Filter nicht mehr rechtfertigt.

23 Milliarden kWh Strom wurden 2012 von Deutschland ins Ausland exportiert, teils verschenkt, teils mit negativen Stromkosten: Dennoch wurde hierbei der erzeugte Stromertrag aus Wind und Sonne an die Betreiber bezahlt. 2007 zahlte jeder Haushalt im Schnitt 120 € für die alternative Energie. Ab 2014, wenn die Umlage auf ca. 7 Cent/kWh steigt, werden dies ca. 250 € sein. Die vergangenen Jahre hat das kaum jemanden aufgeregt, weil viele die Umlage als eine Art Spende für einen guten Zweck empfanden. Das kann man so sehen. Doch es ist etwas naiv, denn das Geld  wandert in die Taschen einer Branche, die in erster Linie ein Ziel verfolgt: Sie will Geschäfte machen, vor allem jetzt, da die Energiewende zu einem neuen „Goldrausch“ geführt hat. Es geht nicht um ein höheres Ziel oder einen guten Zweck: Es geht ums Geld!

 

„Wenn in Deutschland lediglich 25% der Stromversorgung durch Windenergie bereitgestellt werden, müssen in einem Abstand von 7,3 km von Nord nach Süd, von Ost nach West, Windparks gebaut werden“…so lautet eine aktuelle Studie. In Engelsbrand werden ca. 12.000 m² Natur durch den Aufstellort der 3 Windmühlen dauerhaft gerodet. Mindestens 30.000 m² kommen noch hinzu, falls eine Zubringertrasse von der B 294 zu den Standorten errichtet werden sollte. In der Summe wären dies ca. 40.000-45.000 m² Natur, die immer zerstört bliebe. Welche Landschaftszerstörung ergibt sich, wenn die geplanten 1100-1500 Windkraftanlagen in unserem waldreichen BW in den kommenden 10 Jahren gebaut werden? Im Moment  werden lediglich ca. 7,3 % unseres Stromes durch Windkraft gedeckt, die jedoch ca. 250.000 Fledermäuse und ca.50.000-100.000 Vögel im Jahr töten. Zudem werden in vielen Fallstudien von Symptomen berichtet, die der Mensch durch die Schallwirkung von Windkraftanlagen erleidet und zu Erkrankungen führen.

Eine „lächerlich kleine Beeinflussung auf Natur und Mensch“ sieht für mich anders aus!

 

Zum Thema “Dreck vor anderer Leute Haustür kehren…hier die heile Welt auf Kosten anderer“

Windräder ohne Getriebebesitzen Permanentmagnete, die aus Metallen der so genannten „Seltenen Erden“ hergestellt sind, vor allem aber Neodym. Als Faustregel gilt: pro Megawatt Leistung benötigt ein Direktantrieb ca. 200 kg Neodym. Für 3 x 3 MW-Anlagen, wie sie in Engelsbrand geplant sind, werden also 1800 kg Neodym benötigt. Neodym aber ist ohne große Mengen radioaktiven Abfalls nicht zu haben, denn es kommt nur in chemischen Verbindungen radioaktiver Elemente, wie Thorium oder Uran vor. In etwa 4.000 Abbaustätten in China, wo 97% dieses Metalls abgebaut werden, gelangen Schwermetalle und radioaktive Stoffe in gelöster Form ins Grundwasser (große Gebiete sind bereits verseucht) oder als Stäube in die Luft. Hinzu kommt, dass die Arbeitsstätten in den Minen größtenteils katastrophal, gefährlich und extrem gesundheitsgefährlich sind. Von Greenpeace, das ja auch gerne Ökostrom aus Windkraftanlagen verkauft, hört man in dieser Sache nichts…..ist ja auch für eine gute Sache….oder werden diese auch wie andere „Pro-Naturverbände“ von der Windbranche „gesponsert“??

 

Leider kann ich bei dieser ökonomischen und ökologischen Absurdität keine „positive Einstellung“ in Bezug auf die geplanten Windmühlen haben. Wenn Sie also das nächste Mal ein Windrad sehen….und das wird leider in nächster Zukunft oft geschehen, denken Sie nicht: Das ist schön oder hässlich, sauber oder störend. Denken Sie einfach: Glückwunsch, da ist einer auf Kosten anderer, ohne Rücksicht auf Mensch, Flora und Fauna …. verdammt reich geworden.  

 

Bernd Clauss

Engelsbrand

 

Wie gut sind erneuerbare Energien?.......und sind Windkraftanlagen alternativlos?

 

Bei der Berechnung benötigter WKA’s zur anteiligen Energieversorgung mit Windenergie kommt eine Berechnung von Dr.-Ing. Detlef Ahlborn zu dem überraschenden Schluss, dass wir die gesamte Fläche Deutschlands im Abstand von durchschnittlich 7,3 km mit Windparks (à 10 Anlagen) zubauen müssten, um ein Viertel der Stromversorgung  Deutschlands mit Windkraftanlagen sicherzustellen. (den genauen Rechenweg mittels eines einfachen Dreisatzes kann man unter www.vernuftkraft.de

nachlesen).Wir geben heute schon hunderte von Milliarden an Subventionen aus, um in größter Eile und mit

aller Macht weitgehend ungeeignete Technologien an tendenziell ungeeigneten Orten zum Einsatz zu bringen. Wie viele Milliarden kommen obendrauf, wenn alle 7,3 km ein Windpark steht? Mit den Grundgedanken des Umwelt- und Landschaftsschutzes, mit ökonomischer Rationalität und mit sozialer Balance hat das nichts mehr zu tun! Und da sich die Subventionen aus Steuergeldern finanzieren, bezahlen wir die Verschandelung unserer Lebenswelt auch noch selber. Momentan laufen die Windkraftanlagen im Land alle weit unter ihrem tatsächlichen Nennwert. Eine ernstzunehmende Option für die Versorgungssicherheit sind Windkraftanlagen nirgends.

Den Windparkbetreibern kann diese miserable Ausbeute relativ egal sein. Die Einnahmen fließen in jedem Fall. Und - dank Art. 29 (2)EEG - sprudeln die Subventionen an schlechten Standorten sogar besonders kräftig, d.h., je weniger Wind, desto mehr Geld vom Staat. Höchstwahrscheinlich trifft dieser Umstand auch für Engelsbrand zu! Neben allen anderen Argumenten, wie Gesundheit, Geräuschbelastung, optische Verschandelung, Wertminderung von Gebäuden, ist das für mich ein nicht nachzuvollziehender Irrsinn! Wenn man sich näher mit dem Thema befasst - und das kann ich nur jedem Bürger empfehlen – ob in Engelsbrand, Salmbach oder Grunbach - ist man geschockt über die momentane Vorgehensweise in der Energiepolitik und über die Kosten. Aber hat man das erst mal verdaut, gibt es durchaus auch Lösungsansätze. Beispielsweise erneuerbare Energien dort nutzen, wo sie vergleichsweise reichlich vorhanden sind - klimatische Unterschiede müssen wir gezielt nutzen, denn sie bergen enorme Potentiale zur Effizienzsteigerung. Anstatt unter enormem Zeitdruck und zu hohen wirtschaftlichen und ökologischen Kosten eine deutsche Insellösung zu forcieren, müssen wir die Förderung erneuerbarer Energien dringend europäisch harmonisieren. Damit nicht länger die Lobbystärke, sondern die Windstärke entscheidet, welche Technologie wo und wie zum Einsatz kommt.

Allen denkbaren und heute noch nicht denkbaren Formen der Nutzung regenerativer Energien die gleiche Chance im Wettbewerb einräumen. Nur so lassen sich Innovationen im Energiebereich entwickeln. Es gibt bereits eine Vielzahl verschiedener Ansätze, die durch das gegenwärtige Subventionssystem benachteiligt und de facto ausgeschlossen werden. (Neue oder ganz

unbekannte Ansätze haben keine Lobby, kann ja noch niemand Geld damit verdienen...) Concentrated Solar Power, Aufwindkraftwerke oder solarthermische Anlagen sind schon heute alternative Möglichkeiten, um die Sonneneinstrahlung energetisch zu nutzen. Auch bei der energetischen Nutzung des Mediums Wasser gibt es eine Vielzahl technologischer Ansätze, die teils bereits angewendet werden, teils heute noch futuristisch anmuten, aber grundsätzlich ein sehr hohes Potential haben.

Windenergie lässt sich nicht nur mittels der gegenwärtig geförderten Offshore-Anlagen über dem Wasser, sondern auch indirekt, unter dem Wasserspiegel, mittels Meeresströmungskraftwerken nutzen. Auch Temperaturunterschiede in verschiedenen Tiefen und Unterschiede im Salzgehalt des Wassers bieten sehr vielversprechende Nutzungsmöglichkeiten. Eine andere Möglichkeit besteht darin, Strom prinzipiell an windhöffigen Standorten zu erzeugen und direkt per Elektrolyse in Wasserstoff und daraufhin in Methan umzuwandeln, das sich bedarfsgerecht nutzen und gut transportieren lässt. Auch die Forschungsarbeit muss mehr gefördert werden. Aber was machen wir: Metaphorisch ausgedrückt, lassen wir uns mit Blaskapellen beschallen und verschließen damit unsere Ohren vor der Zukunftsmusik. Damit laufen wir große Gefahr, zu überhören, welche Melodien tatsächlich zum Welthit avancieren können und somit tatsächliche Alternativen bieten. Alternativen, die wirtschaftlich sinnvoll sind und unser Leben bereichern statt zu zerstören!

 

Katharina Himmelhan, Engelsbrand

 

„Der Fortschritt geschieht heute so schnell, dass, während jemand eine Sache für gänzlich undurchführbar

erklärt, er von einem anderen unterbrochen wird, der sie schon realisiert hat.“

Albert Einstein

 

(Quelle: Vernunftkraft, Bundesinitiative für vernünftige Energiepolitik.)