Sehr geehrter Herr Bürgermeistener Rosenau, sehr geehrte Bürgerinitiative Engelsbrand,

in Engelsbrand sollen drei Windkraftanlagen entstehen. Hierbei soll die Wirtschaftlichkeit entscheiden.

Doch welche Wirtschaftlichkeit ist gemeint? Müssen sich die Anlagen nur betriebswirtschaftlich rechnen? Für ein paar Dutzend oder Hundert Investoren? Oder schauen wir ein wenig weiter und betrachten derartige Eingriffe in die Energieversorgung des Landes UND in die Natur auch volkswirtschaftlich?

Seit gut einem Jahrzehnt wird uns Bürgern vorgebetet, wie nachhaltig und wirtschaftlich Windstrom sei. Auf der anderen Seite stellen die knapp 25.000 Windräder in Deutschland auch einen massiven Eingriff in unsere Umwelt dar. Unstrittig tragen sie nicht zur Verschönerung der Landschaft bei, gefährden Tiere, speziell Greifvögel und Fledermäuse durch Rotorenschlag und sie gefährden Mensch und Tier zusätzlich durch den im Schadenspotential bislang zwar wenig erforschten aber unbestritten gesundheitsschädlich erkannten Infraschall.

Von Ihnen als Bürgermeister erwarte ich in dieser Situation eine weitreichende Sicht auch über die Gemeinde hinaus. Dazu gehört eine sorgfältige eigene Analyse und Kenntnis der energiewirtschaftlichen Gesamt-Situation.

Schauen wir jüngst auf unsere Stromrechnungen, fällt uns auf, dass die Förderung der sogenannten Erneuerbaren Energien atemberaubende Höhen (6,5 ct / kWh inkl. MwSt. in 2013, weitere +2 ct sind für 2014 zu erwarten) erreicht hat. Die unglaubliche Höhe (immerhin wird nur die direkte Förderung der EE 2014 schon ein DRITTEL des Strompreises ausmachen) ist insofern merkwürdig, als Solarstrom bisher nur zu 4,5% und Windstrom nur zu 7,5% (2012) zu unserer Stromproduktion in Deutschland beitragen. Sie aber erhalten den überwiegenden Großteil der hohen Subventionen für die Erneuerbaren Energien.

Doch dies sind nicht die einzigen Kosten, mit denen uns speziell Wind- und Solarstrom belasten:

Was unsere Stromrechnung zusätzlich verteuert aber nicht separat ausgewiesen ist, sind die zahlreichen Infrastrukturmaßnmahmen, die die Netzbetreiber und Energieversorger im vergangenen Jahrzehnt zur Implementierung von Wind- und Solarstrom ins Nieder- und Mittelspannungsnetz vornehmen mussten.

Zudem sind beide Stromerzeugungsarten extrem unzuverlässig, da sie von Wetter und Tageslauf abhängen. Da es bis heute und das wird sich in den kommenden 20 und vermutlich noch viel mehr Jahren nicht ändern, keinerlei großtechnischen Möglichkeiten zur WIRTSCHAFTLICHEN Speicherung des fluktuativen Wind- und Solarstroms gibt, muss weiterhin der KOMPLETTE deutsche konventionelle Kraftswerkpark erhalten bleiben! Die wenigen bisher abgeschalteten kleineren Kernkraftwerke wurden vollumfänglich durch Kohle- und Gaskraftwerke ersetzt. Wind- und Solarstrom reduzieren zwar den Anteil des konventionell erzeugten Stroms um die genannten 12%, die Kraftwerke selbst aber laufen nun viel häufiger in unwirtschaftlichem Teillastbetrieb und sparen tatsächlich kaum Brennstoff. Das sieht man auch am Primärenergieimport Deutschlands, der sich nicht verringert hat. Und daran kann sich auch bei weiteren Ausbau von Wind- und Solarstrom nichts ändern, denn Wetter und Physik setzen unveränderbar die Grenzen.

Schauen wir uns einmal konkret die reale Situation an. Die deutsche Strombörse muss auf ihrem Internet-Portal ständig die Einspeiseleistung der Wind- und Solarstromanalagen Deutschlands veröffentlichen. Jeder Bürger hat hierauf jederzeit Zugriff unter den Internetadressen

http://www.transparency.eex.com/de/daten_uebertragungsnetzbetreiber/stromerzeugung/tatsaechliche-produktion-wind  und

http://www.transparency.eex.com/de/daten_uebertragungsnetzbetreiber/stromerzeugung/tatsaechliche-produktion-solar

Schaut man sich nun die Einspeisung von Windstrom ins deutsche Stromnetz beispielsweise in den letzten 8 Tagen an, so stellt man fest, dass der Wind in den ersten 4 Tagen mehr oder weniger kräftig, in den folgenden 4 Tagen fast gar nicht blies. Bei aktuell 32 GigaWatt deutschlandweit installierter Windleistung erreichte die Windkraft tatsächlich folgende tagesdurchschnittliche Leistungen:

1.10. -  6,3 GW (= 19,7% der installierten Gesamtleistung 32 GW)
2.10. -  8,5 GW (= 26,6%)
3.10. - 12,6 GW (= 39,4%)
4.10. -  9,3 GW (= 29,1%)
5.10. -  2,2 GW (=  6,9%)
6.10. -  0,6 GW (=  1,9%)
7.10. -  0,9 GW (=  2,8%)
8.10. -  1,1 GW (=  3,4%)

Wie man leicht sieht, bricht Windstrom auch für mehrere Tage (Im Februar 2012 und November gab es 14tägige totale Windstromeinbrüche) praktisch völlig ein. Kraftwerke aus Kohle, Gas, Kernkraft oder Wasserkraft sorgten in den vergangenen 4 Tagen dafür, dass die Lichter in Deutschland nicht ausgingen, denn auch die Solarstromverworgung bewegte sich an den vier kritischen Tagen auf ähnlich niedrigem Niveau.

Bemerkenswerterweise ergibt sich bereits aus nur diesen 8 Tagen gemittelt eine Durchschnittsleistung von 5,2 GW (= 16,3%)was ziemlich genau dem durchschnittlichen Nutzungsgrad der Windräder in Deutschland im Jahresdurchschnitt von 2012 entspricht. Rein zufällig waren die ersten 8 Oktobertage also repräsentativ für das ganze Jahr 2012.

Wenn, wie als allgemeines Ziel der Energiewende gefordert wird, Windkraft einmal 60% unserer Stromversorgung (täglicher Strombedarf 1.650 GWh) übernehmen soll, dann hätten alle deutschen Windräder vom 5.10. bis zum 8.10. eine Strommenge von rund 4.000 GWh Strom erzeugen müssen! Tatsächlich erzeugt haben sie aber 113 GWh.

Schaut man sich nun den geringen Stromertrag an den 4 kritischen Tagen an, so schließe ich, dass wir entweder weiterhin alle konventionellen Kraftwerke parallel zum horrend teuren Ausbau von Wind- und Solarstrom weiterhin komplett bereithalten müssen, denn wirtschaftlich bezahlbare Speichertechnik ist auf Jahrzehnte nicht zu sehen, oder die Zahl der Windräder in Deutschland (derzeit knapp 25.000) müssen wir auf 1 Million verVIERZIGfachen! Das wären dann drei Windräder je 1,3 MW auf jedem Quadratkilometer Deutschlands.

Bei Solarstrom führt der weitere Ausbau zu noch größeren Schwierigkeiten infolge der erheblich stärkeren Schwankungen mit nächtlichem Totalausfall und der in den Monaten November, Dezember, Januar und Februar nahezu komplett ausfallenden Stromproduktion, so dass schon jetzt nur wenig Weitsicht dazu gehört zu erkennen, dass die Energiewende zu 60% Wind- und 20% Solarstrom komplett scheitern muss und nur eine gigantische Fehlinvestition zur Bereicherung weniger auf Kosten aller und zu dramatischen sozialen Umverteilungen führt.

Von Ihnen als Bürgermeister wünsche ich mir, dass Sie auch solche volkswirtschaftlichen Plausibilitätsüberlegungen über den Rand und kurzfristigen Profit der eigenen Gemeinde (durch die hohen Subventionen des EEG) hinaus anstellen und in die Entscheidung einfließen lassen. Der immer lauter werdende Ruf der Kritiker an dieser technisch völlig unbedachten Energiewende zu für Netzstrom unbrauchbaren fluktuativen Erzeugern ist nicht mehr zu überhören.

Die Energiewende wird häufig gerechtfertigt mit einer Zustimmung durch 80% der Bevölkerung. Doch auf welcher Informationsbasis wurde diese Zustimmungsrate erlangt?

Ich möchte hinzufügen, dass ich mich persönlich nur aus vernünftiger Überzeugung gegen Windkraft und Solarstrom für die Grundlaststromversorgung eines Landes auspreche. Eben weil sie technisch schlichtweg ungeeignet und nur mit horrenden Kosten (Speicher / Doppelversorgung) überhaupt zu implementieren sind und tatsächlich KEINE Primärenergie einsparen. Ich persönlich habe keinerlei Berührungen mit der Energiewirtschaft in jedweder Form oder anderweitige persönliche Interessen mit Ausnahme einer VERNÜNFTIGEN und bezahlbaren Stromversorgung für mein Land. Ich selbst habe in den 80iger Jahren Physik in Karlsruhe studiert, allerdings reichen wohl Schulphysik und die Kenntnis aktueller energiewirtschaftlicher Daten aus, um die obigen Plausibiltätsüberlegungen anzustellen.

In der Energiewende die Deutschland wieder einmal als historischen Sonderweg beschreitet, gibt es Millionen Verdiener und Lobbyisten - aber noch viel mehr Menschen, die die Zeche letzlich zahlen müssen.

Der Strompreis ist in Deutschland in den vergangenen 15 Jahren auf 260% gestiegen. Da Primärenergie sich nicht im gleichen Umfang verteuert hat (160 - 200%), und Kapital nichts anderes ist als ein Äquivalent für Energie, wird ganz einfach deutlich, dass Strom heute mit der Energiewende in Deutschland erheblich ineffizienter hergestellt wird, als noch vor 15 Jahren! Da muss man sich doch fragen:

'Was ist eigentlich los in Deutschland, dass ein derart leicht erkennbarer energiewirtschaftlicher Unfug zu zentralem Inhalt der Politik werden konnte, unsere Natur verschandelt und man erst so langsam (am Geldbeutel) erkennt, was da im Namen einer 'besseren' Zukunft angezettelt wurde? '

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Falkenberg
Daimlerstraße 1
75334 Straubenhardt


Anlage:

Im Anhang füge ich Ihnen das Jahreseinspeisungsdiagramm Wind- und Solarstrom in Deutschland 2012 bei, das Professor Dr. Helmut Alt von der FH Aachen, Fakultät für Energiewirtschaft erstellt hat. Hier kann man schön sehen, wie häufig Windstrom bundesweit auch für mehrere Tage, ja Wochen völlig einbricht. ebenso wie die Solarstromproduktion in den Monaten November bis Februar nahezu völlig ausfällt.

Leserbrief der Bürgerinitiative Engelsbrand zur Gemeinderatssitzung vom 9.10.2013

 

Auf diesem Wege möchte sich die BI „Abstand-zur-Windkraft Engelsbrand“ recht herzlich bei allen Gemeinderäten für die Beschlüsse der letzten Gemeinderatssitzung bedanken. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, die Bedenken der Einwohner ernst zu nehmen.

 

Die BI soll von jetzt an in den weiteren Prozess eingebunden werden. An einem runden Tisch, der paritätisch mit Befürwortern und Gegnern der Windkraft besetzt wird, soll ergebnisoffen die Frage geklärt werden, ob und wo in Engelsbrand wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll Windkraftanlagen gebaut werden können.

 

Diese Entscheidung des Gemeinderates ist zum jetzigen Zeitpunkt, in einem mehrstufigen und bereits weit fortgeschrittenen Prozess, nicht selbstverständlich. Sie wird von uns sehr begrüßt, da sie die Bereitschaft signalisiert, doch zum Wohl aller Bürger der Gesamtgemeinde zu denken und zu handeln. Auf Seiten der BI freuen wir uns, nun aktiv in den Prozess mit einsteigen zu können.

 

Wir bitten auch davon Kenntnis zu nehmen, dass die BI ab sofort aufklärende und informative Sachverhalte zum Thema in eigenem Namen veröffentlichen wird. Dies schließt natürlich nicht aus, dass auch weiterhin einzelne Bürger ihre persönliche Meinung in Beiträgen veröffentlichen.

 

Lassen Sie uns diese Chance auf eine echte demokratische Entscheidungsfindung nutzen, um alle Fakten für ein PRO und CONTRA zu Windkraftanlagen in Engelsbrand  in kompetenter Runde aufzuarbeiten. Auf eine gute Zusammenarbeit!

 

 

Eine anschauliche Analogie zur deutschen Energiewende

 

Deutschland möchte die Energiewende! Will man diese näher analysieren, sollte zunächst der Begriff klar definiert werden, denn Atomausstieg und Energiewende werden in der öffentlichen Diskussion häufig miteinander gleichgesetzt, haben aber grundsätzlich nichts miteinander zu tun.Bei der Energiewende handelt es sich um den Umbau der gesamten bisherigen Stromerzeugung (aus Kohle, Kernenergie, Gas, Wasser) auf eine neue sogenannte regenerative Stromerzeugung

(aus Wind, Sonne, Biomasse, Wasser). Dabei muss man wiederum unbedingt zwischen den gut zur Stromerzeugung geeigneten Techniken Biomasse und Wasser und der wenig geeigneten aber leicht verfügbaren Solar- und Windstromerzeugung unterscheiden.

Deutschland will mit der deutschen Energiewende die Hauptlast der Stromerzeugung nun auf 80% Wind- und Solarstrom umstellen. Was sich bei oberflächlicher Betrachtung zunächst vernünftig und nach Autarkie und Einsparung von Ressourcen anhört, ja sogar Wirtschaftlichkeit verspricht (‘die Sonne schickt keine Rechnung’), ist aber in Wirklichkeit das genaue Gegenteil! Das lässt sich an einem einfachen Beispiel sehr anschaulich zeigen: Stellen wir uns vor, wir müssen jeden Tag 50km Arbeitsweg zurücklegen. Hierfür schaffen wir einen VW Golf Diesel für 20.000 Euro an. Beim Betrieb fallen für 100km Fahrstrecke zusätzlich 20 Euro für Kraftstoff und Wartungskosten an. In einem Betriebsjahr mit 18.250km Fahrstrecke summieren sich so 3.650 Euro Betriebskosten. In 20 Jahren saldieren sich 73.000 Euro Betriebskosten plus die Anschaffung, also 93.000 Euro Gesamtkosten.

Jetzt kommt eine fiktive Regierung und schafft ein Subventionssystem für Solar-Autos. Besserverdienende Doppelgaragenbesitzer kaufen sich (in gutem Glauben etwas Lukratives für sich selbst und etwas Gutes für die Zukunft zu tun) nun zusätzlich einen Solar-Golf für 40.000 Euro, der den Vorteil hat, ohne weitere Betriebskosten fahren zu können. Da es aber leider häufig wolkig und nachts dunkel ist, kann der Solar-Golf nur an 10% der Zeit eines Jahres genutzt werden. Der Solar-Golf kann also 5km der täglichen Fahrstrecke übernehmen. 45km müssen weiterhin mit dem Diesel-Golf gefahren werden. Die jährlichen Betriebskosten für den Diesel sinken dadurch auf 3.285 Euro; in 20 Betriebsjahren summieren sich seine Betriebskosten auf nur noch 65.700 Euro. So ergibt sich also eine Ersparnis von 7.300 Euro bei den Betriebskosten.

Durch die Investition von 40.000 Euro in einen zusätzlichen Solar-Golf, konnten in 20 Jahren 7.300 Euro Brennstoff beim Betrieb des wetterbedingt weiterhin unverzichtbaren Diesel-Golf eingespart werden. Wer würde so wirtschaften? Niemand! Es sei denn, eben die fiktive Regierung schaffte ein Gesetz, wonach jeder solar gefahrene Kilometer von allen anderen Autofahrern mit 2,19 Euro ‘gefördert’ werden muss, weil es ein 'regenerativer' Kilometer war. In 20 Jahren Nutzung fährt der Solar-Golf zwar nur 36.500 Kilometer 'erwirtschaftet' dabei aber 80.000 Euro Subvention für seinen Besitzer.

Bilanzieren wir:

Otto-Normal-Golf-Fahrer bezahlt in 20 Jahren 93.000 Euro für konventionelle Mobilität. Der besserverdienende Doppelgaragenbesitzer bezahlt in 20 Jahren 93.000 Euro minus 7.300 Euro Einsparung plus 40.000 Euro für den Solar-Golf minus 80.000 Euro Solar-Förderung = nur noch 45.700 Euro für solare und die weiterhin unverzichtbare konventionelle Mobilität. Das ist nun ein wahrlich gutes Geschäft - auf Kosten aller nur konventionell mobilen Autofahrer!

Aber wir haben nun doch wenigstens Energie eingespart - für eine bessere Zukunft? Leider nein! Der Preis eines Produktes spiegelt den Energiegehalt und die Rohstoffe wider, die zu seiner Herstellung eingesetzt werden müssen. Geht man davon aus, dass die Fahrzeuge altersbedingt nach 20 Jahren verbraucht sind, waren die Energieaufwendungen für 365.000 gefahrene Kilometer mit dem Golf-Diesel 93.000 Energieeinheiten und mit dem Solar-Golf plus Diesel-Golf 125.700 Energieeinheiten. Ein krasses Missverhältnis! Die Subvention jedoch verfälscht den Blick auf die gesamtwirtschaftlich wie gesamtenergetisch negative Bilanz!

Das obige Beispiel spiegelt in der Verhältnismäßigkeit die Situation zwischen der Stromerzeugung in einem hochmodernen Kohlekraftwerk wie Hamburg-Moorberg und Solarstromanlagen mit gleicher Erzeugungsleistung wider. Es kann leicht auf den etwas effektiveren Windstrom (15%ige Verfügbarkeit onshore, 35% offshore bei jedoch dreifach höheren Investitionskosten) erweitert werden - die Gesamt-Energiebilanz bleibt immer negativ.

Solar- und Windstrom sind volatil - und, was leider viel zu wenig bekannt ist, auch nur in geringem Umfang (10% - 15% - 35%) verfügbar. Deshalb muss immer ein Regelkraftwerk (Golf Diesel) identischer Leistung mitlaufen, um die stark schwankende dargebotsabhängige Stromerzeugung dem Bedarf anzupassen! Und genau aus diesem Grund sind Solar- und Windstrom für die Stromerzeugung eines Landes völlig ungeeignet bis - ja - bis in 20, 30 oder gar erst 50 Jahren geeignete und wirtschaftliche Stromspeicher großtechnisch verfügbar sein könnten!

Trotz 250 Milliarden Euro Ausgaben für die begonnene Energiewende  konnte bis heute kein einziges Megawatt konventioneller Kraftwerkskapazität in Deutschland eingespart werden! Die abgeschalteten Kernkraftwerke wurden vollumfänglich durch die Wiederinbetriebnahme alter

 

 

 

 

Kohle- und den Bau neuer Gaskraftwerke für russisches Erdgas ersetzt. Alle konventionellen Kraftwerke müssen permanent weiterlaufen, werden dabei jedoch zunehmend in immer unwirtschaftlicherer (weil energetisch ineffizienterer) ständig wechselnder Teillast betrieben und die im Beispiel errechnete Brennstoffeinsparung ist real sogar viel geringer.

Es mag einzelne Anwendungen geben, in denen Solar- und Windstrom-Erzeuger sinnvoll eingesetzt werden können, weil ein ‘Ersatz-Golf’ nicht oder nur in ganz geringem Umfang benötigt wird. Das ist beispielsweise bei entsprechend konzipierten Kühlanlagen denkbar. Hier ist im Einzelfall betriebswirtschaftlich zu entscheiden.

Für die Grundlaststromerzeugung jedoch sind Solar- und Windstrom ungeeignet. Eine vernünftige Energiepolitik für Deutschland kann bei rationeller Betrachtung folglich nur die sofortige Abschaffung des EEG mit Einspeisevorrang und auf 20 Jahre garantierten Einspeisesätzen für zumindest alle Neuanlagen von Solar- und Windstrom sein!

Deutschland ist als marktwirtschaftliches Land groß und wirtschaftlich stark geworden. Wollen wir diesen Standard erhalten, muss dringend wieder Marktwirtschaft und elektrotechnisches Grundwissen zum entscheidenden Kriterium der in der Energieversorgung einzusetzenden Techniken werden - nicht öko-romantische Wunschträume. Diese Forderung hat nichts mit einer Rückkehr zur Kernenergie zu tun, womit jegliche Kritik am EEG ja gerne abgewürgt wird.

 

Verbraucher-Strompreis Deutschland: 1998 - 10ct/kWh > 2013 - 26ct/kWh

Verbraucher-Strompreis Frankreich: 1998 - 10ct/kWh > 2013 - 12ct/kWh

 

Welchen Einfluss hat diese Strompreis-Entwicklung auf unseren Lebensstandard und den Industriestandort Deutschland?

 

Jürgen Falkenberg

Straubenhardt

Rede von Freiherr Enoch zu Guttenberg,

anlässlich der „Stunde der Vernunftkraft“ am 14.September 2013:

 

„In der bewegten Geschichte Mitteleuropas,  insbesondere auch der unseres Landes, gab es immer wieder Zeiten, ja ganze Epochen  schlimmer religiöser oder politischer Verblendung und menschenverachtender  Ideologien, denen oft nur wenige Wissende offen und tapfer, aber meist erfolglos, widerstanden.

Oft wurde solcher Mut  mit Acht und Bann, mit dem Verlust der Freiheit, ja mit dem Tod bezahlt. Gott  sei Dank lassen heute die Demokratien solchen drakonischen Umgang mit  Andersdenkenden nicht mehr zu, aber – die Demokratien sind leider nicht immer im  Stande sich selbst vor Ideologie und Verblendung zu schützen.

Und – verblendet und  menschenverachtend sind heute die, die unsere letzten natürlichen menschlichen –, nicht urbanisierten Lebensräume in Großindustriegebiete verwandeln, also  Wälder, und Horizonte mit Windkraftanlagen zerstören und Felder und Wiesen mit  vielen Hektar großen Solar-”Parks” unwiederbringlich  verwüsten.

Es ist an der Zeit zu  kämpfen! – und solche vorzuführen, die immer noch Natur- und  Umweltschutzverbänden vorstehen, aber oft gerade jene Landschaften und jene  Natur der Verwüstung preisgeben, – bisweilen gegen hohen Judaslohn – für deren  Schutz Ihre Vorgänger, ja sogar sie selbst einmal vehement gekämpft  haben.

Es ist an der Zeit zu  widerstehen! – um den Feldzug der GRÜNEN und ihrer zahllosen Handlanger in  anderen Parteien, Behörden und kommunalen Gremien gegen die Natur zu stoppen!  Denn sie sind es, die “ökologischen” Strom aus riesigen Vogel-Mord-Maschinen  gewinnen wollen und die eine Land-, ja Horizontverheerung verantworten, wie sie  nicht einmal der Zweite Weltkrieg in den deutschen Landschaften hinterlassen  hat.

Und es ist an der  Zeit, endlich Ordnung in die erneut bewusst verlogene Semantik unserer Sprache  zu bringen! :

Ökostrom  wird nicht über  Waldrodung, Vogelmord und Zerstörung ökologischer Kreisläufe gewonnen. Ökostrom  wird insbesondere durch Einsparung  und Zügelung unserer Lebensverhältnisse definiert.

Parks sind  französische und englische Gärten, deren Anmut und Schönheit der Seele und dem Körper innere  und äußere Erholung  schenken. Und- Naturparks sind staatliche Einrichtungen, die den Bewohnern unserer vielfältigen deutschen Landschaften Heimat und Identität erhalten.

 “Atom- Wind- und Solarparks” aber sind bewusste Sprachverwirrungen in schlimmster deutscher Tradition. Kein Wunder , dass  sich die einen ,wie die anderen menschenverachtenden Großtechnologien, dieses Begriffs  bedienen.

Energiewende - als Milliarden- nein Billionen-Geschäft - ist sui generis dem  spätkapitalistischen Codex und seinen ehernen Gesetzen unterworfen. Die Schreckensbilanz dieser  Philosophie hat uns einen geschundenen und schwerkranken Planeten hinterlassen – und unseren Kindern und  Enkeln eine ungewisse Zukunft beschert.

Und schließlich- wer einen ABC – Schützen fragt, was ein  Natur- oder Landschaftsschützer wohl zu tun habe, der wird eine frappierende Antwort erhalten:

Natur und Umwelt schützen!

 

Damit sind wir bei  Ihnen, den mutigen Bürgerinitiativen, angelangt. Tapfere und mutige Menschen  müssen vorausgehen, damit Veränderungen möglich sind. Die Bürgerinitiativen  Ihres länderübergreifenden Bündnisses zählen dazu. Die Kraft der Vernunft, Ihr Engagement verdient begeisterte und respektvollste Anerkennung! Lassen Sie mich zusammen mit Ihnen an alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes appellieren:

Stehen Sie auf! Kämpfen Sie mit uns und stellen Sie VERNUNFTKRAFT dem  WIND-KRAFT-WAHNSINN mit aller Macht entgegen, vor allem dort, wo die IDENTITÄT IHRER / UNSERER HEIMAT – dort, wo IHRE / UNSERE LEBENSQUALITÄT gefährdet, bez. zerstört werden.

Immer auch dort, wo NATURPARKS, LANDSCHAFTS – und NATURSCHUTZGEBIETE skrupellosen Profiteuren und verblendeter Politik zum Opfer fallen. Reißen wir denen die grünen Masken vom Gesicht und entlarven wir, was sich unter deren Feigenblatt “Klimaschutz und Energiewende” verbirgt:

Natur- und Landschaftszerstörung in bisher nicht erlebtem Ausmaß, Vogelmord und Geld ! Viel, viel, Geld und noch mal Geld!

 

KLIMASCHUTZ und ENERGIEWENDE, darüber kann es keinen Zweifel geben, sind die größte, viel zu spät erkannte Herausforderung unserer Zeit!

Aber-, wer Klima schützen will, hat erst einmal Wald zu erhalten, ökologische Systeme und Kreisläufe zu sichern und Energie dort zu produzieren, wo diese tatsächlich im Übermaß und schonend gewonnen werden kann. Griechenland, Spanien und andere sonnenbeschienene Sorgenkinder Europas wären prädestiniert! Diese Länder könnten dem einstigen Raubbau an ihren Wäldern endlich etwas der ganzen Welt Nutzbringendes entgegensetzen und ihre marode Wirtschaft und Europa damit wieder zum Blühen bringen.

 

Lassen Sie uns Funken schlagen für einen Flächenbrand der Wahrheit!

 

Lassen Sie uns den Menschen klarmachen, dass Windräder meistens nicht  dort installiert werden, wo man viel Strom benötigt, sondern zuverlässig dort, wo Gemeinden  pleite sind.

 

Lassen Sie uns klarmachen, dass die Energiewende erst in den Köpfen der Menschen stattfinden muss und nicht auf der Habenseite einiger  Weniger, gleich gar nicht im Soll auf unser aller Stromrechnungen.

 

Lassen Sie uns klarmachen, dass alternative Energien,  die Leben zerstören und Land und Wald verwüsten, kein Ende -, sondern ein Weiter im Vernichtungskrieg gegen unseren letzten natürlichen Lebensräume sind, gegen unsere ureigenste Heimat, gegen die Natur die uns einmal Schutz und Identität bedeutet haben.

 

Und lassen Sie uns klarmachen, dass intakter Wald die  Lunge unseres Planeten ist und zerstörter Wald das Klima killt!

 

Heute wissen wir, dass jedes Mehr an Windenergie,  ein Mehr an CO2-Ausstoß aus Braunkohle- Kraftwerken heißt!

 

Energiewende steht nicht für Kommunenwillkür, sondern erfordert bundesweites Management mit ausgereifter  Speichertechnik und menschen- und umweltfreundliche Stromtrassen.

 

Energiewende heißt  Energiesparen und Energiesparen heißt Klimaschutz. Klimaschutz geht jeden von uns von uns an – haben wir das alle begriffen, wird die Politik  reagieren.

Politik ist das, was  alle angeht –;  kämpfen wir um das, was uns angeht: um unseren Wald, um unsere Mitgeschöpfe,  um unsere Heimat, um  den Wert und die Würde unseres Lebens!

 

Als Mitbegründer des BUNDES FÜR NATUR – UND  UMWELTSCHUTZ DEUTSCHLAND, als dessen ehemaliges Vorstandsmitglied zusammen mit Bernhard Grzimek,  Horst Stern und Hubert Weinzierl und als ehemaliger Sprecher des  wissenschaftlichen Beirats dieses großen Verbandes bin ich stolz und dankbar zu  sehen, dass mit Ihrer Initiative und all den anderen Initiativen in unserem Land  die Saat von damals ENDLICH aufgegangen ist. SIE haben unsere Philosophie endlich aus  den Fesseln der heutigen Naturschutz-Technokraten befreit.

Sie / wir stehen im Schulterschluss mit ungezählten Menschen, die wissen und fühlen, was auf dem Spiel steht, und überall in Deutschland unserer Hilfe, der Vernunftkraft bedürfen!

 

Es ist Zeit uns zu wehren und für die Grundrechte des Lebens zu kämpfen!

Ich danke Ihnen und  versichere Ihnen meinen höchsten Respekt!“

 

Quelle: http://www.vernunftkraft.de/stunde-der-vernunft/

Bernd Clauss,Engelsbrand

Wenn der Wahn einen Sinn sucht …

… und dabei auf Geld trifft - dann wird Politik teuer, liebe Freunde der Windkraft.

 

Erinnern Sie sich noch an die schöne ‚BRAVO-Foto-Love-Story‘ über den Bau des Windmessmastes, mit der uns wöchentlich ein netter Herr aus Salmbach beglückt hat? Ich habe mich besonders über die vermummten Arbeiter auf den Bildern amüsiert, die nicht erkannt werden wollten. Warum? „Aus Angst vor Anschlägen von Windkraftgegnern“, teilte mir einer im Vertrauen mit. Und währenddessen begab sich dieser in allergrößte Gefahr, indem er – freilich ohne es zu ahnen – sich durch das Gespräch mit mir, mit einem ausgewachsenen Windkraftgegner eingelassen hatte … Gruselig. Irgendwie.

 

Wenn ich des Morgens über die Wiesen nach Hause komme, erschöpft von meinen nächtlichen Anschlägen auf Windkraftbauunternehmen, schreibe ich gern mal einen Brief zum Thema Windkraft im Speziellen und dem Umgang mit dem politischen Gegner im Allgemeinen.

 

Sie werden es nicht glauben, aber wenn’s nach mir geht, sollen doch alle so viele Windräder bauen wie sie wollen, so hoch sie wollen und wo sie wollen. Kein Problem … wenn nur ein paar Klitze-Kleinigkeiten beachtet werden, einfache vernünftige Regeln eben, wie sie sich aus dem Zusammenleben von Menschen in einer Demokratie und der abendländischen Kultur mal so ergeben haben:

 

So sollte der Windpark nicht die Lebensqualität oder die Gesundheit der Mitbürger bedrohen. Er sollte auch nicht die Landschaft, und mit ihr die dortige Flora und Fauna, zerstören. Und man sollte sich bei der Projektierung eben an Recht und Gesetz halten.

 

Und um genau dies sicherzustellen hat sich nun eine Bürgerinitiative gebildet, die den Dialog mit der Gemeinde und den Befürwortern der Windkraft sucht.

 

Anstatt die ausgestreckte Hand entgegenzunehmen stellen die Protagonisten der Energiegenossenschaft die Bürgerinitiative jedoch in die Ecke und behaupten, die engagierten Bürger wären Totalverweigerer, hätten ihre Fakten nur abgeschrieben und wären womöglich am weiteren CO2-Ausstoß und Atommüll schuld. Und das, obwohl es bisher noch nicht einmal ein Gespräch oder irgendeine Kommunikation gegeben hat. Das ist schade.

 

Die Bürgerinitiative hat aus dem Stand heraus über vierhundert (!) Mitglieder gewonnen. Bürger die sich um ihre Lebensqualität und Gesundheit Sorgen machen, und die sich wundern mit welcher Geschwindigkeit hier ein Pflock nach dem andern eingeschlagen wird. Es muss Windräder geben in Engelsbrand! Koste es was es wolle.

 

Was sind denn das für Leute, die uns hier gerade ihren Willen aufzwingen? Und was bewegt diese Menschen? Ist es die Rettung des Planeten? Ist es „das größte Problem der Menschheit“ (Willenbacher)? Das CO2 vielleicht?

Was könnte es wohl sein, was die wenigen Akteure dazu bringt, von langer Hand zu planen und sich so mühevoll in die Position zu bringen, unseren Wald in einen Industriepark zu verwandeln und eine Landschaft zu verkaufen die ihnen nicht gehört?

 

Jeder Mensch, der etwas verdienen will, ist darauf angewiesen, dass ein anderer seine Leistungen oder Waren kauft, weil er sie als nützlich oder wertvoll erachtet. Man muss anderen von Nutzen sein, um etwas zu verdienen.

 

Wer sich darauf aber nicht verlassen will, dass seine Mitmenschen ihm etwas freiwillig abkaufen, der sucht nach Wegen, sie dazu zu zwingen. Und ohne Pistole funktioniert das eben nur mit Hilfe des staatlichen Gewaltmonopols. Das prominenteste Beispiel hierfür ist die ‚deutsche Energiewende‘. Sie ist nichts anderes als ein staatlich geschaffenes Programm zur Erzielung unverdienter Einkommen und unverdienten Reichtums. Die Größenordnung beträgt hunderte von Milliarden.

 

Ein ökonomischer Nutzen entsteht nur, wenn Menschen aus freiem Willen bereit sind, für eine Leistung zu bezahlen. Wenn der Staat sich einmischt, sorgt er für einen künstlichen Boom und Wildwuchs. Es erfolgt keine Wohlstandsschaffung, sondern Kapitalvernichtung. Sind die Subventionen weg – ist die Industrie auch wieder weg.

 

Und genau deshalb wird man die ‚Energiewende‘ an die Wand fahren. Genauso wie man die Strom-Solarbranche an die Wand gefahren hat. Milliarden Subventionen vernichtet. Zehntausende ‚Jobwunder Jobs‘ verschwunden. Und doch gab es für einige wenige viel zu gewinnen. Solarworld-Chef und Ex-Grünen-Politiker Frank Asbeck hat sich kürzlich ein Schloss gekauft. Insofern waren die Subventionen ja nicht ganz umsonst. Einige werden reich, manche heißen Reich, und manche mögens heiß …

 

Sie aber sollten sich lieber dauernde Dunkelheit wünschen! Denn allein der sonnenreiche Juli hat das EEG-Umlagekonto um Milliarden ins Minus gehauen und den Solarzellen so eingeheizt, dass der Öko-Strom zeitweise nur abgenommen wurde, wenn man dem Käufer eine Prämie zahlte. Während man dem Verkäufer eine Entschädigung zahlen muss, für den nicht abgenommenen Strom. Ist theoretisch verrückt, aber praktisch normal, in einer total verrückten aber scheinbar normalen, … schönen neuen Welt.

 

Thomas Supper

Engelsbrand

Perpetuum mobile? oder „Schuster bleib bei deinen Leisten“!

Stellungnahme zum Leserbrief von Herrn Michael Hahn, vom 2.10.2013

 

Transparenz ist für mich eine „fundierte Klarheit“ über die aktuellen Geschehnisse und im Speziellen über die Gutachten bezüglich des aktuellen Stands der Windmessung, naturschutzfachliche Untersuchungen, sowie des Verfahrens nach BImSchG, usw. Vielleicht reicht Herr Hahn die „Transparenz“ einer mündlichen Aussage vom Projektplaner Juwi, geschehen bei der Begehung des Wind-Messmastes am 28.5.2013, dass sinngemäß „alles im Fluss sei und alles im grünen Bereich“….

Mir leider nicht!  

Wenn Juwi, mit den bekannten illegalen Mitteln versucht einen für sie wirtschaftlichen Erfolg durchzupeitschen, sei hoffentlich die Frage berechtigt, ob nicht auch die von Juwi in Auftrag gegebenen Gutachten in deren Sinne behandelt werden.

 

Vielleicht hat Herr Hahn die in seinem Leserbrief publizierte Informationen oder „Märchen“ auch von Juwi erhalten… nämlich die mit den Volllaststunden. Meiner Information nach bringt die beste Offshore-Windanlage in der Ost- oder Nordsee etwas mehr oder weniger als 4000 Volllaststunden im Jahr. In unserer windschwachen Gegend sind es schlappe 1100-1500….das entspricht einem Wirkungsgrad von 14% bis 17%.Selbst unsere Energiegenossenschaft Engelsbrand, die mit einer hohen Rendite werben muss, um möglichst viele Teilhaber zu locken , spricht lediglich von 1.744 und 2.477 Volllaststunden….. wenn Herr Hahn die Dinger auch noch so puscht und anbläst, es werden nie und nimmer 2.500-4.000 Volllaststunden erreicht!

 

Vielleicht scheint für Herrn Hahn das „Perpetuum mobile“ nun doch erfunden zu sein: (keine Berücksichtigung sollen die erwähnten Pumpspeicherkraftwerke erhalten, die zwar einen Wirkungsgrad von ca. 60% besitzen, jedoch leider auf Grund unserer geologischen Gegebenheiten keinen gravierenden Einfluss bei einer Strom-Speicherlösung besitzen.) Bei der „Windgas“- oder auch „Power-to-Gas“- Technologie wird durch ein Elektrolyseverfahren Wasserstoff gewonnen, jedoch kann dieser, nicht mal Herr Hahn‘s „Energiesparlampen“ zum Erleuchten bringen.

Wie von Herrn Hahn beschrieben, wäre bereits durch den Bau in 2015 ein Elektrolyse- Kraftwerk in Büchenbronn oder Schömberg möglich. Dann müsste hypothetisch nur noch ein Gasnetz von dort nach Engelsbrand verlegt werden, um eine Versorgung durch Erdgas mit dem erwähnten Wasserstoff zu ermöglichen. Sollten wir dann damit unsere neuen, gasbetriebenen Kühlschränke, gasbetriebenen Waschmaschinen und gasbetriebenen Fernseher, usw. betreiben?…. Wo bleibt denn bitteschön die Realität? wir brauchen S T R O M: Nach einem kostspieligen, mehrstufigen Prozess über Wasserstoff zu Methan zur Bereitstellung für den Rückverstromungsprozess in Gaskraftwerken (Wasserstoff zu Strom), liegt der Gesamtwirkungsgrad bei lapidaren 25-35%.Oder anders ausgedrückt: es müsste die 3 bis 4-fache Menge, also 9-12 gleichgroße  Windmühlen in Engelsbrand aufstellt werden, um bei Windflaute denselben Strombedarf abzudecken, der bei ausreichendem Wind von den 3 geplanten Anlagen erzeugt werden könnte…

Märchen aus „tausend und einer Nacht“: Wind-und Sonnenstrom lassen sich problemlos speichern“….????

 

 

Grundlastfähig und eine ernstzunehmende Option für die Versorgungssicherheit unseres Stroms sind Windkraftanlagen nirgends.

 

Falls es den Anschein erwecken sollte, dass ich gegen die „Energiewende“ bin, so ist das Gegenteil der Fall!

Aber die Umsetzung sollte vor allem Sinn machen und nicht um jeden Preis erfolgen!

 

Bernd Clauss

Engelsbrand

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stellungnahme zu den Leserbriefen von Herrn

Michael Hahn, Salmbach, vom 26.9.2013

 

Sehr geehrter Herr Hahn,

bei derart vielen seltsamen Aussagen und Ansichten in Ihrem Leserbrief sollten Sie gedanklich einen Gang zurückschalten und an die Basis zurückkehren:

Welche Ziele verfolgen wir denn im Grunde alle, die sich mit dem Thema „Energiewende“ beschäftigen?

Umwelt-und Naturschutz, Lebensqualität, Aufrechterhaltung der Gesundheit der Menschen und des Lebensraumes für Mensch, Flora und Fauna, Einhalten von geltendem Recht……

Welches dieser Ziele ist denn mit Windkraft erreichbar?

Sollen wir stattdessen hirnlos, ohne Vernunft und Verstand  zusehen, wie die obigen Ziele sinnlos verhökert werden?

 

Am Rande: Ihre Titelüberschrift „Stimmung machen reicht nicht“, versteh ich insofern nicht, als dass Sie einen fragwürdigen Text von einem noch fragwürdigeren Herrn Willenbacher (Juwi) veröffentlichen….zudem noch ohne zu hinterfragen, ob dieser tatsächlich nach seinem beschriebenen ökologischen Denken handelt, oder lediglich nach möglichst hohem Profit strebt, was die gegen ihn erhobene Korruptionsanklage durch Bestechungsgelder in Punkto „Windkraft“ vermuten lässt!

 

Falls Sie unsere Fakten und Argumente nicht akzeptieren können, vielleicht dann diese im nachfolgenden Artikel einer „SPIEGEL“-Ausgabe. Auch ein ernstzunehmendes Nachrichtenmagazin erkennt mittlerweile die aktuelle Windwahn-Situation ….aber vielleicht hat der hierzu zuständige Redakteur auch nicht ausreichend „recherchiert“ oder hat nur „abgeschrieben“ und möchte lediglich „schlechte Stimmung“ verbreiten? Was meinen Sie?

 

Sicherlich auch lesenswert, die auf den folgenden Seiten abgedruckte Rede des Freiherren Enoch zu Guttenberg, einst Mitbegründer des Bundes für Natur-und Umweltschutz Deutschland, die er am 14. September 2013, anlässlich der „Stunde der Vernunft“ hielt.

Übrigens, die Begründung warum er aus dem BUND austrat war folgende: “Den letzten Anstoß für meinen Entschluss mich vom BUND endgültig zu trennen, ist der bis heute, trotz aller Recherchen, nicht ausgeräumte Verdacht der Käuflichkeit unserer einmal uns alle einigenden Philosophie. Die Zurücknahme der Klage gegen den Windpark Nordergründe zum Preis von 800.000 € an eine dem BUND nahe stehende Stiftung und der Klageverzicht Ausbau Ems für nicht weniger als 9 Mio. € im gleichen Modell erschrecken mich zutiefst, trotz aller Versuche der zuständigen BUND-Verantwortlichen den jeweiligen Deal zu begründen. Die offensichtlichen Geschäfte mit der Windenergie halte ich erst recht nicht für vertretbar.”

Nachzulesen unter:http://www.wattenrat.de/2012/05/bund-grundungsmitglied-freiherr-zu-guttenberg-tritt-aus-dem-verband-aus-mir-reicht-es/

 

Bernd Clauss

Engelsbrand